Den verführerischen Düften in Bäckereien kann kaum jemand widerstehen. Ursache dafür sind eine Vielzahl von frischen Leckereien, die mit handwerklichem und technischem Geschick, moderner Technik und ausgesuchten Rohstoffen hergestellt und den Kunden angeboten werden.
Für das Auge sauber aufbereitet reihen sich Dreikorn-, Vollkorn- und Biobrot an knusprige Baguettes, Croissants und verschiedene süße Stückchen. Bei so einem Angebot, das am aktuellen Geschmacks- und Gesundheitsbewusstsein orientiert ist, fällt die Wahl oft schwer. Das ist kein Wunder, denn fast 400 Brotsorten und ca. 1.200 Arten Feingebäck werden in deutschen Bäckereien hergestellt.
Durch Können, Technik und cleveres Marketing sind Bäcker in der Lage, sich immer wieder auf neue Verbrauchergewohnheiten und Trends einzustellen, zum Beispiel auf ballaststoffreiche Backwaren und Vollkornprodukte etc. Ein guter Riecher, feiner Geschmack und Einfühlungsvermögen gehören ebenso dazu wie computergesteuerte Mehlisilierungsanlagen, automatische Knet- und Rührmaschinen sowie vollelektronische Backöfen. Nur so können die anfallenden vielfältigen Aufgaben bewältigt werden. Backwaren sind elementare Nahrungsmittel, darum haben Bäcker immer Konjunktur.
Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung
Ausbildungsinhalte:
- Herstellung von Roggen, Weizen- und Spezialbroten
- Herstellung von Brötchen, Feingebäck und sonstigen
Backwaren
- Zubereitung und Verarbeitung von Glasuren und
Füllungen
- Bedienung und Pflege von Maschinen und Anlagen
- Herstellen von Feinen Backwaren aus Blätter-, Mürbe-
und Hefeteig
- Zusammensetzen und Ausgarnieren von Torten und
Desserts
- Herstellen und Weiterverarbeiten von Massen
- Herstellen von Lebkuchen
- Kenntnisse der Speiseherstellung
Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Bewerber sollten ...
- einen guten Geruchs- und Geschmackssinn haben
- gerne früh aufstehen
- Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen
- Interesse am Umgang mit Nahrungsmitteln haben
- Spaß am Gestalten, Garnieren und Verzieren haben
Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Bäcker/in abläuft, findesn Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.
Was machen Bäcker eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Bäckers.
Durch handwerkliches Können, Technik und cleveres Marketing ist der/die Bäcker/-in in der Lage, sich immer wieder auf neue Trends und Verbrauchergewohnheiten einzustellen, z.B. indem er Snacks, ballaststoffreiche Backwaren für ernährungsbewusste Verbraucher und Saisonartikel in sein Sortiment aufnimmt.
Auch in Zukunft wird auf die Dienstleistungen des Bäckerhandwerks daher nicht verzichtet werden können. Das Bäckerhandwerk bietet einen krisensicheren Beruf und hervorragende berufliche Perspektiven.
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Bäckermeister/in
- Lebensmittelverarbeitungstechniker/in
- Bäckereitechniker/in
- Lebensmittelingenieur/in
- Betriebswirt/in des Handwerks
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
- Nahrungsmittel-, Getränketechnologie
- Ernährungswissenschaften
Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.
Nüchterne Zahlen können zeigen, wie es derzeit allgemein um einen Beruf bestellt ist. Daher finden Sie hier jede Menge Statistiken. Was Sie über allen Zahlen aber nicht vergessen sollten: sie können nur bedingt bei der Analyse der eigenen Chancen helfen. Zum einen zeigen Statistiken stets nur wie die nähere oder fernere Vergangenheit war.
Was die Zukunft bringen wird, kann man daher aus Statistiken nur begrenzt ablesen. Dies gilt umso mehr, wenn es nicht um die allgemeine, sondern um die eigene Zukunft geht. Zum anderen gilt selbst bei negativen Statistiken der Satz: " Wer gut ist, wird auch Erfolg in seinem Beruf haben".
Ausbildungs- und Arbeitsmarktstatistik (Bundesanstalt für Arbeit)
Ausbildungsstatistik Handwerkskammer zu Köln
|
|
Bäcker/-in |
alle Berufe |
||||||
|
1990 |
1995 |
2000 |
2005 |
1990 |
1995 |
2000 |
2005 |
|
|
Neu eingetragene Ausbildungsverträge |
172 |
109 |
134 |
143 |
6.638 |
6.123 |
6.209 |
4.808 |
|
davon (alle Angaben in %) |
||||||||
|
ohne Hauptschulabschluss |
8,72 |
9,17 |
7,46 |
4,20 |
5,77 |
6,43 |
4,56 |
4,20 |
|
mit Hauptschulabschluss |
68,60 |
73,39 |
70,90 |
74,13 |
56,00 |
56,72 |
53,10 |
51,64 |
|
mit Realschulabschluss |
14,53 |
10,10 |
14,93 |
13,98 |
25,47 |
26,87 |
32,87 |
32,86 |
|
mit Abitur/Fachabitur |
3,49 |
1,84 |
2,99 |
2,10 |
8,47 |
6,65 |
6,02 |
6,01 |
|
sonstige |
4,66 |
5,50 |
3,72 |
5,59 |
4,29 |
3,33 |
3,45 |
5,29 |
|
|
||||||||
|
Frauenanteil |
15,00 |
18,35 |
17,16 |
13,99 |
22,18 |
20,38 |
25,27 |
25,98 |
|
Nicht bestandene Prüfungen |
28,79 |
27,40 |
25,00 |
23,86 |
19,17 |
24,93 |
21,52 |
22,05 |
Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.
Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.
Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Bäckers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:
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Alternativen |
Was ist ähnlich? |
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Wie der/die Bäcker/-in stellen auch Konditoren und Fleischer Lebens- und Nahrungsmittel im Wechsel von Handarbeit und Maschinenbedienung her. Bäcker/-innen und Konditor/-innen haben sogar teilweise die gleichen Ausbildungsinhalte |
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Beschäftigte im Bereich Verkauf erwerben in ihrer Ausbildung ähnliche Warenkenntnisse, beispielsweise über Qualität und Eigenschaften von Brot und Backwaren. |
Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.
Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.
Vergütungen für Auszubildende |
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| im 1. Ausbildungsjahr | 400,-- € / Monat | ||
| im 2. Ausbildungsjahr | 500,-- € / Monat | ||
| im 3. Ausbildungsjahr | 600,-- € / Monat | ||
Weihnachtsgeld |
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| Weihnachtsgeld beträgt im 1. Ausbj. (ab 7 Monate Beschäftigung): 60,00 €, 2. Ausbj.: 80,00 € und im 3. Ausbj.: 110,00 € | |||
Vermögenswirksame Leistungen |
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| Die Vermögenswirksamen Leistungen betragen 13,29 € im Monat. | |||
Urlaubsgeld |
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| im 1. Ausbildungsjahr (ab 7 Monate Beschäftigung) |
40.00 € | ||
| im 2. Ausbildungsjahr | 60.00 € | ||
| im 3. Ausbildungsjahr | 80.00 € | ||
Urlaubsanspruch |
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| im 1. Ausbildungsjahr | 28 Werktage | ||
| im 2. Ausbildungsjahr | 28 Werktage | ||
| im 3. Ausbildungsjahr | 28 Werktage | ||
| Tarifvertrag: Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag | |||
für die Stadt / den Kreis:
-Köln
Für die Stadt / den Kreis:
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
(Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe)
Für die Stadt / den Kreis:
- Oberbergischer Kreis (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe)
für die Stadt / den Kreis:
-Rhein-Erft-Kreis
für die Stadt / den Kreis:
-Leverkusen
-Rheinisch-Bergischer-Kreis
In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Bäcker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.
Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung zum/zur Bäcker/-in in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.
Für die Stadt / den Kreis:
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
Für die Stadt / den Kreis:
- Köln
- Rhein-Erft-Kreis
Für die Stadt / den Kreis:
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rheinisch-Bergischer-Kreis
Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit: http://berufenet.arbeitsagentur.de.
Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.
- Köln, Rhein-Erftkreis, Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Leverkusen
In den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung werden folgende Inhalte vermittelt:
| Kurs | Thema | Dauer (Wochen) | AJ / Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| BAE1/05 | Moderne Verfahren zur Herstellung von Backwaren I | 1 | 2 |
| BAE2/05 | Moderne Verfahren zur Herstellung von Backwaren II | 1 | 2 |
| G-BAE/05 | Grundlagen der Brot-, Kleingebäck- und Feingebäckherstellung | 1 | 1 |
Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.
Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.
- Köln
- Rhein-Erftkreis