Der Augenoptiker ist Spezialist für gutes Sehen und gutes Aussehen. Damit ist der Beruf äußerst vielseitig, denn er vereinigt die verschiedensten Tätigkeiten. Der Augenoptiker ist nicht nur Techniker, Physiker und Handwerker. Er ist gleichzeitig auch Psychologe, Designer, Mode- und Typberater sowie Kaufmann in einer Person. Diese Vielseitigkeit bedeutet, dass in der täglichen Praxis des Augenoptikers Kompetenz im Handwerk mit individueller Kundenberatung verbunden ist. Die Verbindung macht die Augenoptik zu einem dienstleistungsorientierten Gesundheitshandwerk.
Der Kunde will sich über Qualitäts- und Funktionsunterschiede bei Brillengläsern informieren. Er fragt nach Veredelungen und Zusatzleistungen. Er erwartet Hilfe und Beratung beim Aussuchen einer typgerechten und zu ihm passenden Brille.
Der Augenoptiker erfüllt diese Erwartungen in einer individuellen Kundenberatung. Das handwerkliche Können nimmt einen ebenso wichtigen Stellenwert ein. Der Augenoptiker bringt mit höchster Präzision und Sorgfalt Gläser und Fassung zu einer passenden Brille für einen Kunden zusammen. Das Ermitteln der optimalen Korrektionsbrille und ihre handwerkliche Anfertigung geschieht mit Hilfe moderner Einrichtungen und High-Tech-Geräten.
Zur optometrischen Dienstleistung beim Augenoptiker gehört weiterhin das Durchführen verschiedener Tests. Überprüft werden Kontrast- und Blendempfindlichkeit, Dämmerungssehen, räumliches Sehen und Farbensehen.
Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung
Ausbildungsinhalte:
- Beurteilen und Einsetzen von Werkstoffen
- Messen und Prüfen
- Bearbeiten und Einfassen von Brillengläsern
- Modifizieren und Instandsetzen von Brillen
- Beurteilen der optischen Eigenschaften und Wirkungen von Sehhilfen
- Herstellung und Bearbeitung von Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen
- Anatomie, Physiologie und Optik des Auges
- Optische und anatomische Brillenanpassung
- Kundenberatung
Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber mit Realschulabschluss ( 50 %) oder (Fach)abitur (37 %) ein, da der Beruf relativ hohe mathematisch-naturwissenschaftliche Anforderungen stellt.
Bewerber sollten ...
- handwerklich geschickt sein
- gute Kenntnisse in Mathematik und Physik besitzen
- Einfühlungsvermögen und gute Umgangsformen haben
- genau und sorgfältig arbeiten
Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Augenoptiker/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.
Was machen Augenoptiker eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Augenoptikers.
Auch in Zukunft gibt es viel zu tun für den Augenoptiker und die Augenoptikerin. Die Anforderungen an das Sehen sind in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens gestiegen - am Arbeitsplatz, vor dem Bildschirm, im Straßenverkehr und in der Freizeit. Außerdem werden Fehlsichtigkeiten und Fehlstellungen der Augen früher erkannt und müssen korrigiert werden, so dass in zunehmendem Maße Sehhilfen benötigt werden. Der Beruf Augenoptiker/-in ist nicht ganz so stark von den Schwankungen im Wirtschaftsgefüge betroffen wie andere Branchen.
Das Augenoptiker-Handwerk beschäftigt sich mit Dingen, die immer gebraucht werden: mit Brillen und mit Mode. Die Lehrlingszahlen sind stabil. Es gibt für ausgebildete Fachkräfte gute Berufschancen. Der Beruf Augenoptiker/-in ist nicht so stark von den Schwankungen im Wirtschaftsgefüge betroffen wie andere Branchen.
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen unter anderem folgende Weiterbildungsmöglichkeiten in Frage:
- Meister im Augenoptiker-Handwerk
- Betriebswirt/in des Handwerks
- Staatlich geprüfte/r Augenoptiker/in
- Feinwerktechniker/in
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung bieten sich unter anderem folgende Studiengänge an:
- Augenoptik
- Technische Optik
- Feingerätebau
- Feinwerktechnik
Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.
Nüchterne Zahlen können zeigen, wie es derzeit allgemein um einen Beruf bestellt ist. Daher finden Sie hier jede Menge Statistiken. Was Sie über allen Zahlen aber nicht vergessen solltest: sie können nur bedingt bei der Analyse der eigenen Chancen helfen. Zum einen zeigen Statistiken stets nur wie die nähere oder fernere Vergangenheit war.
Was die Zukunft bringen wird, kann man daher aus Statistiken nur begrenzt ablesen. Dies gilt umso mehr, wenn es nicht um die allgemeine, sondern um die eigene Zukunft geht. Zum anderen gilt selbst bei negativen Statistiken der Satz: " Wer gut ist, wird auch Erfolg in seinem Beruf haben".
Ausbildungs- und Arbeitsmarktstatistik (Bundesagentur für Arbeit)
Ausbildungsstatistik Handwerkskammer zu Köln:
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|
Augenoptiker/-in |
alle Berufe |
||||||
|
1990 |
1995 |
2000 |
2005 |
1990 |
1995 |
2000 |
2005 |
|
|
Neu eingetragene Ausbildungsverträge |
74 |
91 |
84 |
60 |
6.638 |
6.123 |
6.209 |
4.808 |
|
davon (alle Angaben in %) |
||||||||
|
ohne Hauptschulabschluss |
0,00 |
1,10 |
1,19 |
0,00 |
5,77 |
6,43 |
4,56 |
4,20 |
|
mit Hauptschulabschluss |
6,76 |
12,09 |
11,90 |
10,00 |
56,00 |
56,72 |
53,10 |
51,64 |
|
mit Realschulabschluss |
47,30 |
51,65 |
51,19 |
43,33 |
25,47 |
26,87 |
32,87 |
32,86 |
|
mit Abitur/Fachabitur |
43,24 |
34,07 |
33,33 |
43,33 |
8,47 |
6,65 |
6,02 |
6,01 |
|
sonstige |
2,70 |
1,09 |
2,39 |
3,34 |
4,29 |
3,33 |
3,45 |
5,29 |
|
|
||||||||
|
Frauenanteil |
48,00 |
45,05 |
79,76 |
63,33 |
22,18 |
20,38 |
25,27 |
25,98 |
|
Nicht bestandene Prüfungen |
19,18 |
37,86 |
45,16 |
34,44 |
19,17 |
24,93 |
21,52 |
22,05 |
Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.
Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.
Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Augenoptikers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:
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Alternativen |
Was ist ähnlich? |
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Auch diese Berufe arbeiten im Bereich Medizintechnik. Gemeinsam sind:
Bei all diesen Berufen ist wichtig:
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Auch in diesen Berufen werden kleinste Teile in Einzelstückfertigung mittels Feinwerkzeugen be- und verarbeitet. Wie bei dem/der Augenoptiker/-in sind daher auch hier konzentrierte Arbeitsweise und gute Feinhandgeschicklichkeit erforderlich.
|
Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.
Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.
Vergütungen für Auszubildende |
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| im 1. Ausbildungsjahr | 475,-- € / Monat | ||
| im 2. Ausbildungsjahr | 560,-- € / Monat | ||
| im 3. Ausbildungsjahr | 670,-- € / Monat | ||
| ab 01.08.2008 | |||
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Urlaubsanspruch |
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Der Urlaub richtet sich
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In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.
Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung zum/zur Augenoptiker/-in in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.
Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit: http://berufenet.arbeitsagentur.de.
Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.
- Köln
- Erftkreis
- Bonn
- Rhein-Sieg-Kreis
- Oberbergischer Kreis
- Rheinisch-Bergischer Kreis
- Leverkusen
In den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung werden folgende Inhalte vermittelt:
| Kurs | Thema | Dauer (Wochen) | AJ / Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| AU 1/09 | Einstärkengläser, Vollrandbrillenfassungen und Instandsetzen von Sehhilfen | 1 | 2 |
| AU 2/09 | Mehrstärkengläser, Brillenfassungen und Instandsetzen von Sehhilfen | 1 | 2 |
| AU 3/09 | Prismatische Gläser, Gleitsichtgläser, Brillenfassungen und Instandsetzen von Sehhilfen | 1 | 3 |
| AU 4/09 | Gleitsichtgläser, Sondergläser, Brillenfassungen und vergrößernde Sehhilfen | 1 | 3 |
| G-AU/09 | Werkstoffe aus Kunststoff, Metall und Glas bearbeiten | 2 | 1 |
Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.
Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.