Behälter- und Apparatebauer/-in
Bei vielen Brauerein kann man es durch große Glasfronten sehen: das Sudhaus. Mächtige Kessel aus Kupfer stehen im Blickpunkt. Der Laie staunt, der Fachmann weiß, die Behälter wurden von Behälter- und Apparatebauer/-innen angefertigt.
Da sich Kupfer, z. B. durch Treiben, relativ leicht umformen lässt, wird es im Anlagen-, Behälter- und Rohrleitungsbau zu kühnen Formen verarbeitet. Die Bleche werden nach Maß zugeschnitten und, z. B. auf Umform- und Rohrbiegemaschinen, bearbeitet. Es kommt nicht so sehr auf Muskelkraft an, viel mehr wird Wert auf starke Teileverbindungen durch sorgfältiges Hartlöten gelegt.
Gefertigt werden die Teile, die auch aus anderen Werkstoffen bestehen können, in der Werkstatt. Sie werden oft inklusive Armaturen beim Kunden montiert, daher muss der Kupferschmied auch Ahnung von Mess- und Regeltechnik haben.
Aus den vielen Anwendungsgebieten und Verwendungszwecken in zahlreichen Wirtschaftsbereichen ergibt sich ein weites, interessantes Betätigungsfeld, das auch gestalterisches Arbeiten einschließt.
Ausbildungsordnung (AO)
Welche Inhalte erwarten mich in diesem Beruf?
Das Wichtigste in Kürze
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung
Ausbildungsinhalte:
- Technische Unterlagen lesen, anwenden und erstellen
- Bauteile mit Bolzen, Schrauben und Muttern zusammenfügen
- Bauteile montieren und demontieren
- Rohre mit Rohrschneidern trennen
- Bauteile und -gruppen für Apparate, Behälter und Rohrleitungen montieren
- Rohrleitungen und Armaturen herstellen und verlegen
- Apparate, Behälter und Anlagen prüfen
Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Bewerber sollten ...
- sich für technische Zusammenhänge interessieren
- genau und selbständig arbeiten
- räumliches Vorstellungsvermögen haben
Ausführliche Ausbildungsinformationen
Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Behälter- und Apparatebauer/in abläuft, findest Du bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.
Typische Tätigkeiten
Was machen Behälter- und Apparatebauer eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Behälter- und Apparatebauers.
Welche Perspektiven und Aufstiegschancen bietet der Beruf?
Perspektiven
Behälter- und Apparatebauer/innen sind im Kessel- und Behälterbau, in der Herstellung von Dampfkesseln und von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, in der Herstellung von Öfen und Brennern, in Klempnereien sowie in der Herstellung, Montage und Reparatur von Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnischen Anlagen tätig. Daneben finden sie Beschäftigungsmöglichkeiten bei Unternehmen mit entsprechender Behälter- und Apparateausstattung und eigenen Wartungs-, Reparatur- und Bauabteilungen, beispielsweise in der chemischen Industrie. Sie arbeiten zum Beispiel als Behälter- und Apparatebauer/innen in der Herstellung und Vormontage von Apparaten, in der Endmontage, in der Qualitätsprüfung, als Maschineneinrichter/in für Metallbearbeitungsmaschinen und als Schweißer/in im Behälter- und Apparatebau.
Aufstiegschancen
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie unter anderem folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Behälter- und Apparatebauermeister/-in
- Techniker/-in für Metallbautechnik
- Konstrukteur/-in.
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangs- berechtigung unter anderem an:
- Stahl- oder Metallbau
Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.
Welche Berufe sind ähnlich?
Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.
Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.
Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Behälter- und Appatatebauers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:
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Alternativen |
Was ist ähnlich? |
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Daten + Fakten
I. Ausbildungsberater
Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.
Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.
- Alfred Koller
- Heumarkt 12
50667 Köln
Tel.: 0221 2022-243
Fax: 0221 2022-422
E-Mail: koller@hwk-koeln.de
Homepage: http://www.hwk-koeln.de
II. Vergütung + Urlaub
III. Berufsschulen
IV. Innungen und Verbände
In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Behälter- und Apparatebauer/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.
Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung zum/zur Behälter- und Apparatebauer/-in in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.
Landesverband
Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit: http://berufenet.arbeitsagentur.de.
V. Überbetriebliche Ausbildung
Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.
In den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung werden folgende Inhalte vermittelt:
| RLP | Thema | Dauer (Wochen) | Ausbildungsjahr |
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VI. Prüfungsausschüsse
Zwischenprüfung
Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.
Abschluss-/Gesellenprüfung
Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.