Graveur/-in
Durch eine Gravur, ein Name, Datum oder ein paar nette Worte, wird ein Schmuckstück zum ganz persönlichen Geschenk. So werden Sympathien ausgedrückt, Freundschaften besiegelt - vieles ist dann eben geritzt, auch für Graveure und Graveurinnen. Denn sie gravieren mit Feingefühl die verschiedensten Motive - Buchstaben, Wappen, Widmungen und vieles mehr - in Gold, Silber, Zinn und andere Metalle.
Zum Handwerkszeug gehören außer dem Stichel auch die Säge und Fräse, zum Beispiel für die Herstellung von Halbreliefs. Kunstvoll entstehen kreative und so gut wie unvergängliche Arbeiten. Jede Gravur, jeder Stich ist ein Original. Das macht natürlich Spaß, zumal im Laufe der Zeit ein eigener Stil geprägt werden kann - beim Gravieren, Zeichnen und bei der Schriftgestaltung.
Trotz der Technisierung in vielen Bereichen - wie der Herstellung von Stempeln und Prägewerkzeugen für Medaillen und Kopierfräsen - kann auf den Einfallsreichtum und das handwerkliche Geschick in diesem Beruf nicht verzichtet werden.
Ausbildungsordnung (AO)
Welche Inhalte erwarten mich in diesem Beruf?
Das Wichtigste in Kürze
Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung
Ausbildungsinhalte:
- Technische Zeichnungen lesen und anwenden
- Werkstücke fügen
- Körper in perspektivischer und räumlicher Darstellung zeichnen
- Gravierfräsmaschinen programmieren
- Zeichnungen auf Werkstücke übertragen
- Messingprägestempel und Siegel gravieren
- Embleme und Schriften nach eigenen Entwürfen oder nach Vorgaben stechen
- Prägewalzen herstellen
Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Bewerber sollten ...
- Spaß am kreativen Umgang mit Metallen haben
- mit ruhiger Hand arbeiten
- gut zeichnen können
- technisches Verständnis haben
- genau und sorgfältig arbeiten
- Sinn für Formen und Farben haben
Ausführliche Ausbildungsinformationen
Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Graveur/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.
Typische Tätigkeiten
Was machen Graveure eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Graveurs.
Welche Perspektiven und Aufstiegschancen bietet der Beruf?
Perspektiven
Aufstiegschancen
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Graveurmeister/-in,
- Betriebswirt/-in des Handwerks
- Industriemeister/-in Metall
- Feinwerktechniker/in
- Gestalter/-in für Edelmetall
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
- Oberflächentechnik/Werkstoffkunde,
- Design - Schmuck,
- Werkstofftechnik
Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm Kurs der Bundesagentur für Arbeit.
Welche Berufe sind ähnlich?
Ähnliche Berufe im Handwerk der Region
Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.
Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.
Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Graveurs/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:
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Alternativen |
Was ist ähnlich? |
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Daten + Fakten
I. Ausbildungsberater
Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.
Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.
- Alfred Koller
- Heumarkt 12
50667 Köln
Tel.: 0221 2022-243
Fax: 0221 2022-422
E-Mail: koller@hwk-koeln.de
Homepage: http://www.hwk-koeln.de
II. Vergütung + Urlaub
Vergütungen für Auszubildende |
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| ab 01.05.2011 ab 01.04.2012 |
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| im 1. Ausbildungsjahr | 500,-- € / Monat 595,--€ 615,--€ |
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| im 2. Ausbildungsjahr | 531,-- € / Monat 625,--€ 645,--€ |
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| im 3. Ausbildungsjahr | 578,-- € / Monat 675,--€ 695,--€ |
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Weihnachtsgeld |
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| in den ersten 6. Monaten | 30 % der monatlichen Vergütung | ||
| vom 9. bis zum 12. Monat | 40 % der monatlichen Vergütung | ||
| vom 12. bis zum 24. Monat | 50 % der monatlichen Vergütung | ||
| vom 24. bis zum 36. Monat | 60 % der monatlichen Vergütung | ||
Vermögenswirksame Leistungen |
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| Die Vermögenswirksamen Leistungen betragen 26,59 € im Monat. | |||
Urlaubsgeld |
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| Urlaubsgeld beträgt 2,4 % der Ausbildungsvergütung je Urlaubstag. | |||
Urlaubsanspruch |
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| 30 Arbeitstage pro Jahr. | |||
III. Berufsschulen
- für die Stadt/den Kreis:
- Köln
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rhein-Erftkreis
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
- Rheinisch-Bergischer Kreis
Technisches Berufskolleg Solingen- Oligschlägerweg 9
42655 Solingen
Tel.: 0212-2902422/23
Fax: 0212-2902421
IV. Innungen und Verbände
In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Graveur/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.
Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung zum/zur Graveur/-in in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.
für die Stadt/den Kreis:
- Köln
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rhein-Erftkreis
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
- Rheinisch Bergischer Kreis
Innung für Metalltechnik Köln- Frankenwerft 35
50667 Köln
Tel.: 0221-207040
Fax: 0221-2070442
E-Mail: handwerk-koeln@netcologne.de
Homepage: http://www.handwerk-koeln.de
Landesverband
Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit: http://berufenet.arbeitsagentur.de.
V. Überbetriebliche Ausbildung
Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.
In den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung werden folgende Inhalte vermittelt:
| Kurs | Thema | Dauer (Wochen) | AJ / Bemerkung |
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VI. Prüfungsausschüsse
Zwischenprüfung
Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.
Abschluss-/Gesellenprüfung
Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.
- Für die Stadt/den Kreis:
- Köln
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rhein-Erftkreis
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
- Rheinisch-Bergischer Kreis
Handwerkskammer Düsseldorf - Georg-Schulhof-Platz 1
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211-8795-0
Fax: 0211-8795-147
E-Mail: info@hwk-duesseldorf.de
Homepage: http://www.hwk-duesseldorf.de