Orthopädiemechaniker und Bandagist/-in
Der Mensch ist das Maß der Dinge - eine Aussage, die den Kern des Berufes Orthopädiemechaniker und Bandagisten/-in trifft, denn hier werden künstliche Arme, Beine und Gelenke gefertigt. Die Arbeit der Orthopädiemechaniker und Bandagisten/-innen hilft behinderten Menschen, in der Gesellschaft integriert zu bleiben - im Alltag zurechtzukommen.
Der direkte Kontakt zu Behinderten bzw. Rehabilitanden z. B. beim Maßnehmen, schärft die Sinne für die übernommene Verantwortung. Interessant ist auch die Zusammenarbeit mit Ärzte- und Rehabilitationsteams. Dadurch wird die gewissenhafte und präzise Herstellung von Prothesen und weiterenorthopädischen Hilfsmitteln ergänzt. Diese werden individuell aus Holz, Leder,Metall oder Kunststoff gefertigt. Natürlich wird dabei die handwerkliche Fertigkeit gefordert.
Aktuelle Technik unterstützt die Ausführung der Arbeiten. Durch neue Technologien werden aber auch die Funktionen einiger orthopädischer Hilfsmittel verfeinert. Es gibt zum Beispiel elektronisch gesteuerte Prothesen, weshalb Orthopädiemechaniker/-innen sich auch auf den Gebieten der Elektronik, Pneumatik und Hydraulik auskennen müssen.
Wer menschlich denkt, wer daran mitarbeiten will, Behinderten das Leben lebenswerter zu gestalten und wer Einfühlungsvermögen für die Wünsche der Patienten besitzt, der wird in diesem Beruf Erfüllung finden.
Ausbildungsordnung (AO)
Welche Inhalte erwarten mich in diesem Beruf?
Das Wichtigste in Kürze
Ausbildungsdauer:
3 ,5Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung
Ausbildungsinhalte:
- Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen
- manuelles Spanen, Umformen und Trennen
- Fügen
- maschinelles Spanen
- Behandeln von Oberflächen
- Anatomie, Physiologie und Pathologie des Stütz- und Bewegungsapparates
- Aufbau, technische Standards, Wirkungsweise und Verwendungszweck orthopädischer Heil- und Hilfsmittel
- Betreuen und Beraten von Patienten
- Durchführen von Verwaltungsarbeiten
- Messen und Abformen
- Modellieren und Formen
- patientengerechtes Herstellen und Anpassen und Endfertigen rehabilitationstechnischer Geräte
- Konstruieren, Aufbauen und Anpassen von Prothesen
- Konstruieren, Aufbauen und Anpassen von Orthesen und Epithesen
- Warten und Instandhalten von Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräten
Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Bewerber sollten ...
- Einfühlungsvermögen im Umgang mit behinderten Menschen haben und hilfsbereit sein
- handwerklich geschickt sein und gerne selbständig arbeiten
- technisches Interesse haben
- gerne im Gesundheitsbereich tätig sein
- Spaß haben an der Zusammenarbeit mit Kolleginnen, Kollegen und Ärzten
- gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Biologie haben
Ausführliche Ausbildungsinformationen
Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Orthopädiemechaniker/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.
Typische Tätigkeiten
Was machen Orthopädiemechaniker eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Orthopädiemechanikers.
Welche Perspektiven und Aufstiegschancen bietet der Beruf?
Perspektiven
Mehr als vier Millionen Menschen müssen in der Bundesrepublik wegen einer Krankheit oder Behinderung rehabilitiert werden. Zudem steigt die Lebenserwartung ständig an und die Anzahl der Zivilisationskrankheiten sowie die Zahl der Verkehrs- und Unfallopfer wächst stetig. Da sich die Anpassung orthopädie-technischer Heil-Hilfsmittel im Interesse der Patienten nicht vereinheitlichen lässt, muss diese auch weiterhin im handwerklichen Bereich bleiben und bietet dem Orthopädiemechaniker/Bandagisten von daher eine sichere Zukunft.
Aufstiegschancen
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Orthopädiemechanikermeister/in
- Medizintechniker/in.
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
- Orthopädie- und Rehatechnik
Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.
Welche Berufe sind ähnlich?
Ähnliche Berufe im Handwerk der Region
Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.
Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.
Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Orthopädiemechanikers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:
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Alternativen |
Was ist ähnlich? |
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Daten + Fakten
I. Ausbildungsberater
Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.
Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.
- Hildegard Pütz
- Heumarkt 12
50667 Köln
Tel.: 0221 2022-249
Fax: 0221 2022-422
E-Mail: puetz@hwk-koeln.de
Homepage: http://www.hwk-koeln.de
II. Vergütung + Urlaub
Vergütungen für Auszubildende |
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| im 1. Ausbildungsjahr | 343,08 € / Monat |
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| im 2. Ausbildungsjahr | 389,09 € / Monat |
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| im 3. Ausbildungsjahr | 428,46 € / Monat |
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| im 4. Ausbildungsjahr | 542,48 € / Monat |
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Weihnachtsgeld |
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| Das Weihnachtsgeld beträgt 40 % der monatlichen Vergütung | |||
Vermögenswirksame Leistungen |
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| Die Vermögenswirksamen Leistungen betragen 13,29 € im Monat. | |||
Urlaubsgeld |
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| Das Urlaubsgeld beträgt 50 % der monatlichen Vergütung | |||
Urlaubsanspruch |
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Der Urlaub richtet sich
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| Urlaubsanspruch n. V. 18 Lebensjahr: 28 Arbeitstage. | |||
III. Berufsschulen
für die Stadt/den Kreis:
- Köln
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rhein-Erft-Kreis
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
- Rheinisch-Bergischer Kreis
Stadt Köln Berufskolleg (BK 14)- Humboldtstr. 41
50676 Köln
Tel.: 0221-91683
Fax: 0221-221-91723
E-Mail: sekretariat@berufskolleg-humboldtstr.de
Homepage: http://berufskolleg-humboldtstr.de
IV. Innungen und Verbände
In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Orthopädiemechaniker und Bandagist/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.
Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung zum/zur Orthopädiemechaniker und Bandagist/-in in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.
für die Stadt/den Kreis:
- Köln
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rhein-Erft-Kreis
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
- Rheinisch-Bergischer Kreis
Innung für Orthopädie-Technik Köln- Frankenwerft 35
50667 Köln
Tel.: 0221-207040
Fax: 0221-2070442
E-Mail: handwerk-koeln@netcologne.de
Homepage: http://www.handwerk-koeln.de
Landesverband
Landesarbeitsgemeinschaft für Orthopädietechnik Nordrhein-Westfalen- Yorckstr.17
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211-5145416
Fax: 0211-5150395
E-Mail: lag-nw@t-online.de
Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit: http://berufenet.arbeitsagentur.de.
V. Überbetriebliche Ausbildung
Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.
In den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung werden folgende Inhalte vermittelt:
| Kurs | Thema | Dauer (Wochen) | AJ / Bemerkung |
|---|---|---|---|
| G-ORFUE/00 | Einführung in die Fügeverfahren der Ortopädietechnik | 2 | 1 |
| G-ORMASCH/00 | Maschinelles Spanen | 1 | 1 |
| OR/00 | Moderne Techniken in der Prothetik und Orthetik | 1 | 2 |
| ORKU/00 | Kunststoffverarbeitung | 1 | 2 |
| ORMESS/00 | Situationsgerechter Umgang mit Patienten sowie Messen und Abformen am Patienten | 1 | 2 |
| ORREHA/00 | Reha-, Stoma- und Inkontinenz- sowie Bruchversorgung | 1 | 2 |
VI. Prüfungsausschüsse
Zwischenprüfung
Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.
Abschluss-/Gesellenprüfung
Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.
- Für die Stadt/den Kreis:
- Köln
- Leverkusen
- Oberbergischer Kreis
- Rhein-Erft-Kreis
- Rhein-Sieg-Kreis
- Bonn
- Rheinisch-Bergischer Kreis
Innung für Orthopädie-Technik Köln - Frankenwerft 35
50667 Köln
Tel.: 0221-207040
Fax: 0221-2070442
E-Mail: handwerk-koeln@netcologne.de
Homepage: http://www.handwerk-koeln.de