Ausbaufacharbeiter/in

Der Ausbaufacharbeiter ist der Alleskönner im Innenausbau - sowohl beim Neubau als bei der Modernisierung und Sanierung von Gebäuden. Er kommt auf die Baustelle, wenn der Rohbau fertig gestellt ist. Zu seinen Aufgaben gehört z.B. das Errichten von Innenwänden aus Fertigteilen, das Verputzen von Wände oder das Fliesenlegen.

Wer Ausbaufacharbeiter/-in werden will, kann zwischen sechs verschiedenen Schwerpunkten wählen:

  1. Zimmerarbeiten - hier wird viel Holz verarbeitet, Verkleidungen, Verschalungen, Balkenwerk und Leichtbauwände erstellt.
  2. Stuckarbeiten - dazu gehört das Verputzen von Decken und Wänden oder das Herstellen von Zwischenwänden aus Bauplatten
  3. Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten - dabei geht es um die Verschönerung von Bad und Terrasse durch Wandfliesen, Bodenplatten und Mosaike
  4. Estricharbeiten - Estriche für sämtliche Räume herstellen, versiegeln und beschichten ist hier gefragt
  5. Isolierarbeiten - das betrifft das Anbringen isolierender und dämmender Materialien, Sperr- und Dämmschichten
  6. Trockenbauarbeiten - hier geht es um den Einbau von Leichtbauwänden, Gipskartonplatten oder andere Materialien.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Ausbaufacharbeiter eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Ausbaufacharbeiters.

Informationen

Ausbildungsdauer:

2 Jahre (24 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Handhaben einfacher Vermessungsgeräte
  • Grundkenntnisse der Bodenarten, Böschungen, Baugruben und Gräben, der Herstellung von Aushub und der einfachen Aus- und Absteifungen
    Grundkenntnisse der Hausentwässerung, Oberflächenentwässerung, Kanalisation und des Einbaus von Kanalisationsrohren
  • Herstellen einfacher Holzverbindungen, Schalungen und Formen
  • Herstellen einfacher Baukörper aus künstlichen Steinen und Bauplatten, von Leichtbauwänden und abgehängten Decken
  • Herstellen von einfachem Wandputz und von Zementestrich
  • Herstellen von Sperrungen und Dämmungen
  • Einbauen und Verlegen von Formstählen, Verbindungs- und Befestigungsmitteln
  • Grundfertigkeiten der Kunststoffbearbeitung und -verarbeitung
  • Aufstellen einfacher Arbeits- und Schutzgerüste
  • Lesen und Anfertigen einfacher Zeichnungen, Skizzen und Verlegepläne
  • Handhaben der Werkzeuge, Baugeräte und Baumaschinen, insbesondere für Hochbauarbeiten
  • Grundkenntnisse der Arbeitsplanung
  • Herstellen von Bewehrungen und Betonbauteilen
  • Einbauen von Fertigteilen
  • Bearbeiten der Stoffe und Materialien für den Ausbau einschließlich Oberflächenbehandlung,
  • Herstellen von Bauteilen für den Ausbau.

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit Hauptschulabschluss.

Bewerber sollten ...

  • körperlich fit sein
  • technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • gerne im Team arbeiten
  • bereit sein auf wechselnden Baustellen zu arbeiten

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Ausbaufacharbeiter/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Die nächst höhere Stufe ist die Gesellenprüfung als Estrichleger/in , Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in , Stukkateur/in , Trockenbaumonteur/in , Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in oder Zimmerer/in . Alle weiteren Karrieremöglichkeiten finden Sie unter diesen Berufen.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr            ab 01.05.2013           ab 01.05.2014           ab 01.06.2015
1.                               669,--€ / Monat           690,--€/Monat            708,--€/Monat
2                             1.028,--€ / Monat         1.060,--€/Monat         1.088,--€/Monat
 

Urlaubsanspruch

im 1. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 2. Ausbildungsjahr 30 Tage
 

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe) - Bonn (Unterstufe, Mittelstufe)

Fritz-Jacobi-Str. 20
53773 Hennef

Für den Kreis / die Kreise: - Oberbergischer Kreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Ernst-Zimmermann-Str.26
51645 Gummersbach-Dieringhausen

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen (Unterstufe, Mittelstufe) - Rheinisch-Bergischer-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Bensberger Str. 134-146
51469 Bergisch Gladbach
02202-25010
02202-250116

Für den Kreis / die Kreise: - Köln (Unterstufe, Mittelstufe) - Erftkreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Ulrichgasse 1-3
50678 Köln

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Straße 2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberberg - Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach
Graf-Recke-Str. 43
40239 Düsseldorf

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Hugo-Eckener-Straße 16
50829 Köln

Ähnliche Berufe

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Ausbaufacharbeiters/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

Bereich Hochbau

Bereich Ausbau

Bereich Tiefbau

Bereich Dach- und Fassadentechnik

Die Ähnlichkeit dieser Berufe mit dem Beruf des/der Ausbaufacharbeiters/-in ist durch gleiche bzw. ähnliche Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte gegeben. Die bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch. Die Anforderungen und Umgebungseinflüsse bei der Arbeit auf Baustellen bzw. in Arbeitsgruppen sind ähnlich.

Perspektiven