Bauwerksabdichter/in

Feuchtigkeit beeinträchtigt die Lebensdauer von Gebäuden erheblich. Auch die Gesundheit ist schnell betroffen, wenn Feuchtigkeit ins Haus dringt oder Wasser durchs Dach tropft und sich gesundheitsschädlicher Schimmel bildet. Oder viel schlimmer: Wenn die Mülldeponie undicht wird und giftige Stoffe in die Umwelt gelangen. Dass dies nicht passiert, dafür sorgen Sie als Bauwerksabdichter/-in. Mit verschiedenen Techniken versiegeln Sie Flächen, die undurchdringlich sein sollen, von der Sohle der Baugrube für die Abdichtung der Fundamente bis zu der Dachfläche eines Hochhauses, das als Flachdach abgedichtet werden soll.

Die Abdichtungsarbeiten unterscheiden sich je nach dem verwendetem Material und der Verarbeitung, das heißt dem angewandten Abdichtungssystem. Bitumen- und Kunststoffbahnen verschiedener Art sind die gebräuchlichsten Baustoffe. Sie werden einlagig und mehrlagig verarbeitet, lose verlegt oder geklebt. Befestigungen und Verbindungen erfolgen im Wesentlichen mechanisch oder durch Schweißen.

Weiterhin wird mit Flüssigkunststoffen, mit Spachtelmassen und vielen Sorten von Klebern gearbeitet. Fugen und Abdichtungen von An- und Abschlüssen sowie Durchdringungen, zum Beispiel für Dachabflussrohre, Lichtkuppeln, Gebäudekanten, stellen besondere abdichtungstechnische Anforderungen dar. Fertige Abdichtungen erhalten unter Umständen noch Schutzschichten wie Begrünungen, Kiesabdeckungen und Anstriche. Bei diesen Arbeiten werden zahlreiche Spezialgeräte eingesetzt.

Für Verlege- und Verbindungstechniken, die Ausbildung von Stößen, Fugen, Nähten in der Bauwerksabdichtung ist jedoch auch viel Handarbeit erforderlich. Die Arbeiten werden überwiegend in kleinen Montagegruppen erledigt.

Tätigkeiten

Was machen Bauwerksabdichter eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommen Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Bauwerksabdichters.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Aufstellen und Prüfen von Arbeits- und Schutzgerüsten, Prüfen von Baugruben und Gräben
  • Lesen und Anfertigen von Skizzen, Zeichnungen und Verlegeplänen, Durchführen von Messungen
  • Prüfen von Baustoffen nach Art und Menge, Lagern und Transportieren
  • Ausführen von Holzarbeiten sowie von Mauer-, Putz-, Beton- und Stemmarbeiten
  • Verarbeiten von Abdichtungs- und Dämmstoffen
  • Abdichten gegen Bodenfeuchtigkeit, gegen nichtdrückendes und gegen drückendes Wasser
  • Abdichten von Dächern

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • sorgfältig und zuverlässig arbeiten
  • körperlich belastbar und geschickt sein
  • flexibel sein (Arbeit auf wechselnden Baustellen)
  • technisches Verständnis und Schwindelfreiheit besitzen.

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Es liegen keine Datensätze vor.

III. Berufsschulen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch-Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Straße 2
50226 Frechen

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Ähnliche Berufe

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die - wie kaum eine andere Entscheidung - Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Bauwerksabdichter/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

Auch in diesen Berufen werden Isolier- und Abdichtungsarbeiten durch Einsatz on Bitumenwerkstoffen, Dämmstoffen, Abdichtungsbahnen oder Spachtelmassen durchgeführt.

Perspektiven