Fleischer/in

Ist das Steak gut abgehangen und in der Pfanne zart, freut sich der Kunde. Das hat er den Fleischern und Fleischerinnen zu verdanken, die mit geübtem Blick die Schlachttiere aussuchen und über die verschiedenen Fleischqualitäten und -eigenschaften genau Bescheid wissen.

Bevor der/die Fleischer/-in seine Zustimmung zum Verkauf gibt, werden Rind-, Schweine-, Kalb- und Lammfleisch auf Güte und geprüft und in appetitliche Stücke zerlegt. Wenn es um die Wurst geht, zeigt der/die Fleischer/-in besonders viel Phantasie und Geschmack. Immer wieder bereichert er mit neuen Rezepten die große Auswahl an Wurstsorten. Für Abwechslung bei der Herstellung ist also gesorgt. Moderne Maschinen erleichtern in vielen Produktionsabschnitten die Arbeit.

Dieser Beruf bietet Gelegenheit, sich auf bestimmte Aufgaben zu spezialisieren: auf das Schlachten, auf die Herstellung von Feinkost und Konserven oder auf das qualifizierte Verkaufen. Egal, welche Aufgaben einem am besten liegen - es wird in allen Bereichen Verantwortung getragen für Qualität, Sauberkeit, Hygiene und letztendlich für die Gesundheit des Menschen.

In den überschaubaren Betrieben des Handwerks ist es kein Problem, schnell Kontakt zu Arbeitskollegen und Kunden zu finden. In einigen Regionen ist die Berufsbezeichnung Metzger.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Fleischer eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier:

Fleischer/in - Herstellen von Feinkost und Konserven
Fleischer/in - Schlachten
Fleischer/in - Verkauf

bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über die typischen Aufgabenbereiche des Fleischers.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Ausführen von Hygienemaßnahmen
  • Herstellen von Fleisch- und Wurstkonserven
  • Bedienen und Pflegen von Anlagen, Maschinen und Arbeitsgeräten
  • Zerlegen und Herrichten von Schlachttierkörpern,
  • Verwerten und Verwenden von Fleisch
  • Herstellen von Koch-, Brüh- und Rohwurst sowie Koch- und Rohpökelwaren
  • Herstellen von Hackfleisch und
  • Hackfleischerzeugnissen
  • Beurteilen und Lagern von Fleisch und Fleischerzeugnissen
  • Herstellen von Feinkosterzeugnissen und Salaten

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • einen guten Geruchs- und Geschmackssinn haben
  • kräftig sein
  • Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen
  • Spaß haben an der Zubereitung von Nahrungsmitteln

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Fleischer/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Fleischermeister/in
  • Industriemeister/in - Fachrichtung Lebensmittel
  • Techniker/in, Fachrichtung Fleischereitechnik
  • Techniker/in, Fachrichtung Konserventechnik
  • Techniker/in, Fachrichtung Lebensmittelverarbeitungstechnik
  • Betriebswirt/in

 

Als Meister/in kannst Du einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Vieh- und Fleischwirtschaft
  • Tierzucht, Tierproduktion
  • Ernährungswissenschaften/Oekotrophologie
  • Ernährungsökonomie
  • Nahrungsmittel-, Getränketechnologie
  • Lebensmittelchemie

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten findest Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

Vergütungen für Auszubildende

Ausbildungsjahr                ab 01.08,2011                               ab 01.08.2013
1.                                    470,-- €/ Monat                             500,--€/ Monat
2.                                    570,-- €/ Monat                             600,--€/ Monat
3.                                    670,-- €/ Monat                             700,--€/ Monat
 
 
Verbandsempfehlung
 
 
 

Urlaubsanspruch

 

Der Urlaub richtet sich

  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: -Köln (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe) -Leverkusen (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe) -Oberbergischer Kreis (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe) -Rhein-Erftkreis (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe) -Rheinisch-Bergischer-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe)

Weinsbergstr.72
50823 Köln

Für den Kreis / die Kreise: -Rhein-Sieg-Kreis -Bonn

Fritz-Jacobi-Str. 20
53773 Hennef

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erftkreis

Kölner Str. 2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln

Liebigstr. 120 (Schlachthof)
50823 Köln
02 21/9 17 46 88
02 21/17 22 77

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str.200
51467 Bergisch Gladbach

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str.200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln

Liebigstr. 120 (Schlachthof)
50823 Köln
02 21/9 17 46 88
02 21/17 22 77

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Str. 2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn, Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Ähnliche Berufe

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Fleischers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

 

Wie der/die Fleischer/-in stellt auch der/die Konditor/-in und Bäcker/-in Lebens- und Nahrungsmittel im Wechsel von Handarbeit und
Maschinenbedienung her. Bäcker/-in und Konditor/-in haben sogar teilweise die gleichen Ausbildungsinhalte

Beschäftigte im Bereich Verkauf erwerben in ihrer Ausbildung ähnliche Warenkenntnisse, beispielsweise über Qualität und Eigenschaften von Brot und Backwaren.

 

Perspektiven

Da immer mehr Verbrauchern Fleisch nicht mehr ganz "wurst" ist, ist die Kompetenz des/der Fleischer/-in gefragter den je. Generell liegen Ernährungsberufe voll im Trend und das Angebot an Ausbildungsplätzen im Fleischerhandwerk ist groß.