Hochbaufacharbeiter/in

Die Tätigkeiten der Hochbaufacharbeiter/-innen entsprechen den nach der einjährigen Grundbildung gewählten Ausbildungsschwerpunkten: Sie führen also Maurerarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten oder Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten aus.

Hochbaufacharbeiter/-innen sind in unterschiedlichen Betrieben der Baubranche tätig. So sind zum Beispiel Hochbaufacharbeiter/-innen mit dem Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten vor allem in Betrieben des Schornstein- und Industrieofenbaus beschäftigt. Sie arbeiten überwiegend im Freien auf wechselnden Baustellen.

Im Schwerpunkt Maurerarbeiten stellen sie Wände her, bringen Wärmedämmungen an, bauen Stahlbetonfertigteile ein, verlegen Estriche, stellen Betonschalungen her, betonieren Decken und führen Wand- und Deckenputzarbeiten aus. Im Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten errichten sie Betonschalungen, biegen und flechten Stahlbewehrungen, stellen Betonmischungen her, bringen den Beton ein und verdichten ihn, entfernen Verschalungen und führen die Nachbehandlungsarbeiten aus. Hochbaufacharbeiter/-innen mit dem Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten errichten Feuerungsanlagen, Abzugskanäle und Schornsteine aus feuerfesten Materialien, bauen Dämmstoffe, Stahlbetonfertigteile und Vorrichtungen ein, stellen Bewehrungen und Betonbauteile her.

 

Alle Hochbaufacharbeiter/-innen kennen die unterschiedlichen Baustoffe für den Hochbau, zum Beispiel Betonmischungen und alle möglichen Sorten von Steinen, sowie die Bauverfahren. Sie arbeiten immer nach Vorgaben gemäß dem Leistungsverzeichnis und den Ausführungsplänen. Sie setzen beim Bau unterschiedliche Maschinen und Geräte, beispielsweise Betonpumpen und Verdichtungsgeräte sowie Handwerkzeuge und Messgeräte ein.

Tätigkeiten

Was machen Hochbaufacharbeiter eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommen Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des/r Hochbaufacharbeiters/-in.

Informationen

Ausbildungsdauer:

2 Jahre (24 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Handhaben einfacher Vermessungsgeräte
  • Grundkenntnisse der Bodenarten, Böschungen, Baugruben und Gräben, der Herstellung von Aushub und der einfachen Aus- und Absteifungen
    Grundkenntnisse der Hausentwässerung, Oberflächenentwässerung, Kanalisation und des Einbaus von Kanalisationsrohren
  • Herstellen einfacher Holzverbindungen, Schalungen und Formen
  • Herstellen einfacher Baukörper aus künstlichen Steinen und Bauplatten, von Leichtbauwänden und abgehängten Decken
  • Herstellen von einfachem Wandputz und von Zementestrich
  • Herstellen von Sperrungen und Dämmungen
  • Einbauen und Verlegen von Formstählen, Verbindungs- und Befestigungsmitteln
  • Grundfertigkeiten der Kunststoffbearbeitung und -verarbeitung
  • Grundfertigkeiten des Tiefbaus, insbesondere des erdverlegten Rohrleitungs-, des Kanal-, Brunnen- und Straßenbaus
  • Aufstellen einfacher Arbeits- und Schutzgerüste
  • Lesen und Anfertigen einfacher Zeichnungen, Skizzen und Verlegepläne
  • Handhaben der Werkzeuge, Baugeräte und Baumaschinen, insbesondere für Hochbauarbeiten
  • Grundkenntnisse der Arbeitsplanung
  • Herstellen von Bewehrungen und Betonbauteilen
  • Einbauen von Fertigteilen
  • Herstellen von Hausschornsteinen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.

Bewerber sollten ...

  • gesundheitlich fit sein
  • gerne draußen arbeiten
  • "mit Köpfchen" arbeiten
  • technisches und handwerkliches Geschick besitzen
  • beweglich und möglichst schwindelfrei sein
  • gerne im Team arbeiten

 

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Hochbaufacharbeiter/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Die nächst höhere Stufe ist die Gesellenprüfung als Beton- und Stahlbetonbauer/in oder Maurer/in . Alle weiteren Karrieremöglichkeiten finden Sie unter diesen Berufen.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr                  ab 01.05.2013        ab 01.05.2014      ab 01.06.2015           ab 01.06.2017
1.                                      669 € /Monat         690 €/Monat         708 €/ Monat              785 €/ Monat
2.                                    1.028 € /Monat       1.060 €/Monat       1.088 €/ Monat         1.135 €/ Monat
 

Urlaubsanspruch

 
im 1. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 2. Ausbildungsjahr 30 Tage

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: -Leverkusen (Unterstufe, Mittelstufe) -Rheinisch-Bergischer-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Bensberger Str. 134-146
51469 Bergisch Gladbach
02202-25010
02202-250116

Für den Kreis / die Kreise: -Oberbergischer Kreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Ernst-Zimmermann-Str.26
51645 Gummersbach-Dieringhausen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln (unterstufe, Mittelstufe) - Rhein-Erftkreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Ulrichgasse 1-3
50678 Köln

Für den Kreis / die Kreise: -Rhein-Sieg-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe) -Bonn (Unterstufe, Mittelstufe)

Fritz-Jacobi-Str. 20
53773 Hennef

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Straße 2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer-Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin
Graf-Recke-Str. 43
40239 Düsseldorf

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Hugo-Eckener-Straße 16
50829 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Straße 2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Hochbaufacharbeiters/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

 

 

Was ist ähnlich?

 

Bereich Hochbau

Bereich Tiefbau

Bereich Dach- und Fassadentechnik

    • Die Ähnlichkeit dieser Berufe mit dem Beruf des Maurers ist durch gleiche bzw. ähnliche Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte gegeben.

 

    • Die bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch.

 

  • Die Anforderungen und Umgebungseinflüsse bei der Arbeit auf Baustellen bzw. in Arbeitsgruppen sind ähnlich.

Perspektiven

Mit der Weiterentwicklung der Bautechnik und durch neue Baustoffe hat sich das Berufsbild des Hochbaufacharbeiters entscheidend verändert. Vorgefertigte Bauteile und Maschinen vereinfachen die Arbeit auf der modernen Baustelle. Gute Facharbeiter werden auch in konjukturell schlechten Zeit gesucht.