Klempner/in

Modernes Bauen schließt die vielseitige Tätigkeit der Klempner/-innen ein. Wer mit offenen Augen durch Städte geht, kennt die mit Kupferblechen gedeckten Dächer und deren "glänzenden" optischen Effekte. Sie sind z.B. bei Kirchen oder anderen Bauwerken zu sehen. Diese "Glanzpunkte" im Städtebild müssen natürlich auch dicht sein. Dafür und für die fachgerechte Montage sorgen Klempner/-innen bei Wind und Wetter.

Zugeschnitten werden die Bleche allerdings meistens in der Werkstatt. Hier werden auch die Vorbereitungen für die Montage am Bau getroffen, d.h. Bleche werden gebogen, gefalzt und geformt. Eine wesentliche Arbeitserleichterung bringt dabei der Einsatz entsprechender Maschinen. Es gibt auch vorgefertigte Teile, aber im Vordergrund steht die handwerkliche Einzelfertigung, die bei der Restaurierung wie am Neubau Maßarbeit gewährleistet.

Ganz gleich, ob z. B. Dachabdeckungen, Dachrinnen oder Regenfallrohre anzubringen sind, man muss über Metalle, Kunststoffe und deren jeweiligen Verwendungszweck und über die entsprechenden Verbindungstechniken wie das Schweißen, Nieten und Kleben informiert sein. Außerdem ist es in diesem Beruf wichtig, Spaß an der Arbeit auf Baustellen, Schwindelfreiheit in luftigen Höhen, Lust auf Teamwork und Aufgeschlossenheit gegenüber Umweltschutzmaßnahmen zu haben.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Klempner eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommt man den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Klempners.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Bauteile, Bleche und Profile löten und schweißen
  • Werkstücke manuell oder mit Maschinen bearbeiten
  • Bauteile an Mauerwerk, Beton oder Holz befestigen
  • Dachrinnen anfertigen und befestigen
  • Feinbleche fügen
  • Elektrische Stromkreise überprüfen
  • Dachdeckungen und Fassadenbekleidungen herstellen
  • Rohre oder Kanäle für lüftungstechnische Anlagen einbauen
  • Wärme- und Schallschutzmassnahmen ausführen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • schwindelfrei sein
  • gerne auch im Freien arbeiten
  • Spaß an Teamarbeit haben
  • zupacken können

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wer genauer wissen will, wie die Ausbildung zum/zur Klempner/in abläuft, der findet bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen unter anderem folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

Vergütungen für Auszubildende

 
im 1. Ausbildungsjahr 475,-- € / Monat
im 2. Ausbildungsjahr 486,-- € / Monat
im 3. Ausbildungsjahr 531,-- € / Monat
im 4. Ausbildungsjahr 568,-- € / Monat
 

Urlaubsanspruch

 
Urlaubsanspruch 26 Arbeitstage pro Jahr (ab 2013 im dritten und vierten Ausbildungsjahr 27 Tage, ab 2014 im dritten und vierten Ausbildungsjahr 28 Tage, ab 2015 im dritten und vierten Ausbildungsjahr 29 Tage, ab 2016 im dritten Ausbildungsjahr 29 Tage und im vierten Ausbildungsjahr 30 Tage).

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Heegestr.14
45897 Gelsenkirchen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Str.2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer-Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln

Rolshover Str. 115
51105 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Ardeystr. 95
44139 Dortmund
0231-91100

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Bismarckallee 1
48151 Münster

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier einige Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Klempners/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Bleche formen, trennen, montieren
  • Metallbearbeitungs- und -verbindungstechniken
  • Herstellung von
    Blechummantelungen zu Isolierzwecken

Perspektiven

Klempner sind immer gefragte Spezialisten, die vielseitig und abwechslungsreich arbeiten. Sowohl tariflich als auch nach den gezahlten Löhnen steht der gut ausgebildete Klempner an der Spitze des Ausbaugewerbes. Die vermehrte Verwendung von Metall als Dachdeckungsmaterial bzw. für die Fassadenbekleidung in den letzten Jahren und die stärkere Nachfrage nach Lüftungs- und Absauganlagen haben einen positiven Einfluss auf die Konjunktur des Klempner-Handwerks.