Land- und Baumaschinenmechatroniker/in

Für die Bearbeitung der Felder bei der Ernte und der Umweltpflege werden in der Landwirtschaft riesige Maschinen eingesetzt. Wenn so ein Mähdrescher, Traktor oder ein anderes Gerät seinen Geist aufgibt, müssen die Land- und Baumaschinenmechatroniker schon mal in Wald und Flur zupacken.

 

Bei der Instandsetzung und Wartung braucht er Allroundtalent und - wissen. Denn die unterschiedlichen Maschinen haben es in sich: Hydraulik, Pneumatik und Elektronik. Da muss man mit Köpfchen und manchmal auch mit Muskelkraft sowie mit Maßnahmen zum Umweltschutz wie z. B. Abgasuntersuchungen ran.

 

Der Reiz dieses Berufes liegt in der Vielfalt der Aufgaben und der zu betreuenden Geräte. Quasi als Tausendsassa repariert der Land- und Baumaschinenmechatroniker so ziemlich alles - vom Mähdrescher über Motoren bis hin zu Forst- und Gartenbaugeräten. Wirklich ein Wahnsinnspektrum, das handwerkliches Geschick, Metallbearbeitung und den Umgang mit High-Tech erfordert.

Tätigkeiten

Was machen Land- und Baumaschinenmechatroniker/-innen eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, wo und wie arbeiten sie?


Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des/der Land- und Baumaschinenmechatronikers/-in.

Informationen

Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:
- Bauteile und Baugruppen ein- und ausbauen
- Fahrzeughydraulische Bauteile einbauen
- Elektrische und elektronische Bauteile anschließen
- Mechanische, hydraulische, pneumatische Anlagen prüfen und einstellen
- Maschinen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen aus- oder umrüsten

Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluß (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...
- Wahrnehmungsgenauigkeit und -geschwindigkeit
- räumliches Vorstellungsvermögen und mechanischtechnisches Verständnis
- gute Handgeschicklichkeit haben

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Landmaschinenmechatronikermeister/in
- Techniker/in in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
- Techniker/in in der Fachrichtung Maschinenbau/Maschinentechnik
- Techniker/in in der Fachrichtung Metallbautechnik
- Techniker/in für Betriebswissenschaft
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
- Fahrzeugtechnik
- Maschinenbau
Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

                                                    ab 01.03.2011            ab 01.03.2014
im 1. Ausbildungsjahr 435,--€/Monat            505,--€/Monat
im 2. Ausbildungsjahr 450,--€/Monat            520,--€/Monat
im 3. Ausbildungsjahr 500,--€/Monat            575,--€/Monat
im 4. Ausbildungsjahr 530,--€/Monat            610,--€/Monat
 
Auszubildende erhalten für den Monat April 2011 eine Einmalzahlung von 50 €
 

Urlaubsanspruch

 
Urlaubsanspruch 26 Arbeitstage pro Jahr

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Duffesbachstr. 7
50354 Hürth

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Warten und reparieren von Baugruppen, Aggregaten und Systemen der Fahrzeugtechnik
  • Ausrüsten von Fahrzeugen mit Zusatzeinrichtungen
  • Umfassendes Wissen über Aufbau und Funktionsweise von Fahrzeugen

Perspektiven

Die Zukunft des/der Land- und Baumaschinenmechatronikers/-in ist eng an die Zukunft der Land- und Kommunalwirtschaft gekoppelt. Die Tatsache, dass die Betriebe immer größer und moderner werden, führt dazu, dass ständig neue, effektivere Arbeitsverfahren entwickelt werden. Zu diesem Zweck werden immer leistungsfähigere und kompliziertere Maschinen benötigt, daher werden verstärkt qualifizierte Fachkräfte benötigt. Darüber hinaus findet der/die Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in auch Einsatz in den Bereichen der Forst- und Gartentechnik sowie im Bereich der Baumaschinen, so dass sich für den gut ausgebildeten Mechatroniker auch auf anderen Sektoren gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bieten.