Maßschneider/in

Die bisherigen Berufe Damenschneider und Herrenschneider sind seit August 2004 zum neuen Ausbildungsberuf Maßschneider/in zusammengelegt worden.

Als Maßschneider/-in brauchen Sie ein offenes Ohr für die Wünsche der Kunden und einen sicheren Blick für das, was am besten zu Figur und Gesicht passt.

Im ausführlichen Beratungsgespräch gilt es Ihre Ideen und Wünsche des Kunden unter einen Hut zu bringen, denn schließlich wollen die Kunden sich von der Masse unterscheiden und ihren persönlichen Stil unterstreichen. Dabei müssen Sie auch genug Selbstbewusstsein haben, den Wunschvorstellungen von Kunden auch mal zu widersprechen, um aber gleich einen passenden alternativen Vorschlag zu machen.

Sie kennen die aktuelle Mode, brandneue Looks, und fertigen nach genauen Entwürfen Kleidungsstücke für jeden Anlass: Elegantes oder Flippiges zum Ausgehen, Gewagtes zum Flirten und Solides für den Alltag.

Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, wenn auch das handwerkliche Können mitmacht: Sie brauchen Geschick bei der Wahl des Stoffes für das passende Design und den richtigen Schnitt. Schnittmuster zeichnen und zuschneiden, Teile zusammennähen, füttern, unterlegen - all das will gekonnt sein. Denn nur für hohes Können sind die Kunden auch bereit Geld auszugeben.

Tätigkeiten

Was machen Maßschneider eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Maßschneiders.

Beachte: Auch wenn die Ausbildungsberufe Damen- und Herrenschneider 2004 zum Beruf des Maßschneiders zusammengelegt worden sind: die Betriebe arbeiten weiterhin entweder als Damenschneider- oder als Herrenschneiderbetriebe.

Informationen

Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ab dem 2. Ausbildungsjahr erfolgt die Ausbildung entweder im Schwerpunkt Damen oder im Schwerpunkt Herren.

Ausbildungsinhalte:

  • Kenntnisse der textilen Rohstoffe, Garne und Zwirne
  • Kenntnisse der Eigenschaften und Verwendung von Stoffen und Zutaten
  • Grundkenntnisse der Konstruktion von Bekleidungsstücken
  • Nähen von Hand
  • Messen, Übertragen, Zeichnen und Schneiden
  • Nähen mit Maschinen
  • Bügeln
  • Ausführen von Teilarbeiten und einfacher Bekleidungsstücke
  • Anfertigen von Kleinstücken
  • Fertigstellen von Großstücken


Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.
Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit
(mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • geschickt sein
  • genau und sorgfältig arbeiten können
  • räumliches Vorstellungs- und Farbsehvermögen haben
  • kreativ sein
  • kontaktfreudig sein

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Maßschneider/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Maßschneidermeister/-in
  • Betriebswirt/-in - Handwerks

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr               ab 01.08.2007       ab 01.08.2013
1.                                  164 €/ Monat         165 €/ Monat
2.                                  215 €/ Monat         215 €/ Monat
3.                                  277 €/ Monat         280 €/ Monat
 

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.

III. Berufsschulen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln
Katzenbruchstr.17
45141 Essen
0201-32008-0
0201-32008-19

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Hugo-Eckener-Straße 16
50829 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Maßschneiders/in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • ähnliche Arbeitstechniken
  • gemeinsame Voraussetzung: Interesse an Mode, sicheres Farb- und Formempfinden
  • Kenntnisse über Eigenschaften, Verarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten textiler Materialien

Perspektiven

Der ständige Wandel in der Mode und die technische Weiterentwicklung stellen den/die Maßschneider/-in immer vor abwechslungsreiche und neue Aufgaben. Neben der Beschäftigung im handwerklichen Betrieb besteht für ihn außerdem die Möglichkeit, in der Bekleidungsindustrie oder im Einzelhandel tätig zu werden. Gute Chancen nach der Ausbildung gibt es aber auch im Bereich der Theater- und Kostümschneiderei.