Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik

Durch ihre Tätigkeit tragen die Mechaniker/innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik sowohl zur Betriebs- und Verkehrssicherheit von Fahrzeugen als auch zum Umweltschutz bei. Moderne Technik ermöglicht es, Reifen so perfekt zu reparieren oder zu erneuern, dass sie wieder sicher eingesetzt werden können. Die Effekte sind Rohstoffeinsparungen und weniger Umweltbelastungen durch Altreifen. Auch bei der Arbeit selbst wird auf Umweltschutz und sparsamen Energieeinsatz geachtet.

So zeitgemäß wie diese Gesichtspunkte, sind auch die Aufgaben selbst. Sie werden mit Verantwortungsbewusstsein und einer Vielzahl von speziellen Werkzeugen und Maschinen gemeistert. Das Erneuern von Laufflächen, Reparieren von Reifen, Nachschneiden von Profilen, Spureinstellen, Auswuchten und Montieren von Reifen - alle Arbeitsgänge bis hin zur Endkontrolle verlangen ein hohes Maß an Sorgfalt. Millionen Autofahrer vertrauen der Arbeit der Vulkaniseure und Vulkaniseurinnen.

Im Bereich der Fördertechnik fertigen und reparieren die Mechaniker/innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik z.B. Transportbänder für Förderanlagen und Gummiwalzen für Kalander. Die vielfältigen Tätigkeiten erfordern gute Einfälle und technisches Verständnis.

Tätigkeiten

Was machen Mechaniker für Reifen und Vulkanisationstechnik eigentlich den ganzen Tag?

Die Antwort darauf gibt's hier: bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des/der

Informationen

Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Heiß- und Kaltvulkanisieren
  • Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffe
  • Aufbau, Einsatz und Pflege von Reifen
  • Warten und Instandhalten von Maschinen, Geräten und Werkzeug
  • Feststellen von Reifenschäden und Runderneuerung von Reifen
  • Erkennen der Ursachen von vorzeitigem Reifenverschleiß
  • Prüfen des Rundlaufes und Feststellen eventueller Unwuchten
  • Montieren und Auswuchten von Reifen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluß (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • technisch interessiert sein
  • zupacken können
  • gerne mit Menschen zu tun haben

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Vulkaniseur und Reifenmechanikermeister/-in
  • Betriebswirt/-in - Handwerks

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Kunststofftechnik
  • Verfahrenstechnik

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

mit CGM, DHV (wöchentliche Regelarbeitszeit: 38 Stunden)
ab 01.08.2012 ohne Fachhochschulreife      mit Fachhochschulreife
1. Ausbildungsjahr           550,-- € / Monat                  605,-- € / Monat
2. Ausbildungsjahr*          580,-- € / Monat                  638,-- € / Monat
3. Ausbildungsjahr*          650,-- € / Monat                  715,-- € / Monat
* monatliche Leistungszulage, sofern besonders gute Leistungen in der Ausbildung
   
   
mit IG Metall (wöchentliche Regelarbeitszeit: 36,5 Stunden)
ab 01.06.2012
1. Ausbildungsjahr           549,-- € / Monat
2. Ausbildungsjahr           578,-- € / Monat
3. Ausbildungsjahr           638,-- € / Monat
 
Bundesverband empfiehlt tarifliche Anlehnung an das Kfz-Handwerk.
 

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn (Unterstufe)

Herseler Str. 1-5
53117 Bonn

Für den Kreis / die Kreise: - Rheinisch-Bergischer Kreis (nur die Orte Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen) (Unterstufe) - Oberbergischer Kreis (nur die Orte Radevormwald, Hückeswagen) (Unterstufe)

Kattwinkelstr. 2
42929 Wermelskirchen

Für den Kreis / die Kreise: - Oberbergischer Kreis (nur die Orte Marienheide, Lindlar, Engelskirchen, Wipperfürth) (Unterstufe)

Ringstr.42
51688 Wipperfürth

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis (Unterstufe)

Kerschensteinerstr. 4
53844 Troisdorf

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erft-Kreis (Unterstufe)

Ina-Seidel-Str.11
50169 Kerpen

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen (Unterstufe)

Bismarckstr. 207-209
51373 Leverkusen
0214-373310/373510
0214-373311

Für den Kreis / die Kreise: - Köln (Unter-, Mittel-, Oberstufe) - Bonn (Mittel-, Oberstufe) - Leverkusen (Mittel-, Oberstufe) - Rhein-Erft-Kreis (Mittel-, Oberstufe) - Rhein-Sieg-Kreis (Mittel-, Oberstufe) - Rheinisch-Bergischer Kreis (Mittel-, Oberstufe) - Oberbergischer Kreis (Mittel-, Oberstufe)

Eitorfer Str. 16
50679 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Oberbergischer Kreis (nur die Orte Wiehl, Waldbröl, Reichshof, Nümbrecht, Morsbach, Gummersbach, Bergneustadt) (Unterstufe)

Ernst-Zimmermann-Str.26
51645 Gummersbach-Dieringhausen

Für den Kreis / die Kreise: - Rheinisch-Bergischer Kreis (nur die Orte: Bergisch Gladbach, Overath, Rösrath, Kürten, Odenthal) (Unterstufe)

Bensberger Str. 134-146
51469 Bergisch Gladbach
02202-25010
02202-250116

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Bonn - Leverkusen - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Katzenbruchstraße 71
45141 Essen
0201 32008-19
0201 32008-0

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Bismarckallee 1
48151 Münster

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Klosterstr. 73-75
40211 Düsseldorf

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Mechanikers/in für Reifen und Vulkanisationstechnik mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Service rund um den Reifen

Perspektiven

Allein die Tatsache, dass ein Auto oder ein Flugzeug ohne Reifen kaum gebrauchsfähig ist, beschert dem Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik bereits eine sichere Zukunft. Solange es Kraftfahrzeuge gibt, wird es daher auch den Vulkaniseur geben. Neben dem Reifenservice liegen auch in der Runderneuerung gute Zukunftschancen für den Vulkaniseur, die Themen Umweltbewusstsein und Ökonomie rücken immer stärker in den Mittelpunkt des Verbraucherinteresses und führen zu einer vermehrten Nachfrage nach Recyclingreifen. Auf den Mechaniker für Reifen und Vulkanisationstechnik kann in einer von Technik und Automobilen geprägten Zeit daher niemand verzichten