Modellbauer

Bevor für ein Produkt die Fertigung anläuft, wird ein Modell hergestellt, in Originalgröße oder maßstabsgerecht verkleinert. Das können Flugzeuge,Schiffe, Autos oder ganze Wohnanlagen im Architekturbereich sein. Aber auch Modelle von Bügeleisen, Armaturenbrettern und Autositzen, um deren Ergonomie zu testen, gehören dazu. Das heißt, die Produkte werden dem Menschen angepasst und nicht umgekehrt.

Doch es geht im Modellbau nicht nur darum, kleine Vorbilder zu schaffen, sondern auch um Formen, aus denen komplizierte Teile, z.B. für Motoren und Maschinen, gegossen werden. Jedes Detail wird mit viel handwerklichem Geschick nach Zeichnung gestaltet. Natürlich bedient man sich z.B. auch CNC-gesteuerterMaschinen, um die heute verlangte Präzision liefern zu können.

Technische Modellbauer/-innen tüfteln dabei weitgehend selbständig. Jede neue Konstruktionszeichnung bedeutet eine neue Herausforderung an Phantasie,Können und Gewissenhaftigkeit. Sie arbeiteten mit Ingenieuren und Konstrukteuren zusammen. Das alles macht diesen Beruf so vielseitig und reizvoll.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Modellbauer eigentlich den ganzen Tag, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit. Hier erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Modellbauers:

Modellbauer/in - Anschauungsmodellbau

Modellbauer/in - Produktionsmodellbau

Informationen

Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung


Ausbildungsinhalte:

  • Lesen und Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen
  • Be- und Verarbeiten von Holz, Holzwerkstoffen, Metallen, Kunststoffen sowie Kunstharzen
  • Herstellen und Instandhalten von Modellen
  • Herstellen und Behandeln von Oberflächen
  • Herstellen von Gießereimodellen, Dauerformen und Karosseriemodellen
  • Entwickeln von Produktionsmodellen
  • Lesen und Anfertigen von Plänen
  • Be- und Verarbeiten von spezifischen Werkstoffen
  • Herstellen und Gestalten von Anschauungsmodellen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Realschulabschluß.

Bewerber sollten ...

  • genau und sorgfältig arbeiten können
  • räumliches Vorstellungs- und Farbsehvermögen haben
  • kreativ sein
  • Geduld haben, auch wenn etwas nicht gleich klappt

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Modellbauer/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Modellbauermeister/in
  • Industriemeister/in der Fachrichtung Holz
  • Techniker/in der Fachrichtung Maschinenbau/ Maschinenbautechnik
  • Techniker/in der Fachrichtung Gießereitechnik
  • Techniker/in der Fachrichtung Holz- und Kunststoffverarbeitung

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Maschinenbau
  • Gießereitechnik
  • Konstruktions- und Fertigungstechnik
  • Architektur

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

ab 1.5.2012
im 1. Ausbildungsjahr 500,-- € / Monat
im 2. Ausbildungsjahr 560,-- € / Monat
im 3. Ausbildungsjahr 630,-- € / Monat
im 4. Ausbildungsjahr 700,-- € / Monat
ab 01.04.2013
im 1. Ausbildungsjahr                               500,-- € / Monat
im 2. Ausbildungsjahr                               610,-- € / Monat
im 3. Ausbildungsjahr                               690,-- € / Monat
im 4. Ausbildungsjahr                               750,-- € / Monat

ab 01.01.2015
im 1. Ausbildungsjahr                                538,-- €/Monat
im 2. Ausbildungsjahr                                648,-- €/Monat
im 3. Ausbildungsjahr                                728,-- €/Monat
im 4. Ausbildungsjahr                                788,-- €/Monat

Urlaubsanspruch

24 Arbeitstage pro Jahr

III. Berufsschulen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Modellbauers/in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • handwerkliche Präzisionsarbeit
  • Erstellen von Modellen mit vielfältigen Funktionen nach technischen Zeichnungen
  • Herstellung und Zusammenbau von Holzbauteilen
  • manuelle und maschinelle Metallbearbeitungstechniken