Modist/in

Als Modist/in entwerfen und fertigen Sie phantasievolle Kopfbedeckungen für die Damenwelt. Die Mode läßt Ihnen dabei viel kreativen Spielraum und die Wünsche der Kundinnen liefern zusätzliche Impulse.

Beim Entwurf kommt es nicht nur auf die ausgefallene Form an. Die Gestaltung muss auch die Persönlichkeit, das Aussehen, die bevorzugte Kleidung der jeweiligen Kundin berücksichtigen. Es soll alles zusammenpassen und die Individualität unterstreichen - mal frech, poppig, flippig oder mal klassisch elegant.

Ihre Ideen verwirklichen Sie mit handwerklichem Können. Sie schneiden, nähen und formen die unterschiedlichen Materialien, zum Beispiel Filz, Seide, Stoffleinen. Das Material wird zunächst über Dampf weich und elastisch gemacht, über eine Form gezogen und dann mit Stecknadeln festgestellt und getrocknet. Manche Modelle werden gefüttert, andere mit Schleier, Federn, Bändern, Blumen, Pailletten oder anderen Garnituren geschmückt. Dabei wird gebügelt, genäht, geklebt und gestickt.

Dieser Beruf bietet Ihnen viele Möglichkeiten, selbständig zu arbeiten - und es darf phantasiert werden.

Neben der Herstellung spielt vor allem die Beratung der anspruchsvollen Kundin eine große Rolle.

 

Ein mögliches Arbeitsfeld sind die großen Theater. Im Theater sind Kopfbedeckungen nicht wegzudenken. Vom traditionellen Herrenhut und dem Zylinder, über fantasievolle, hauchdünne Damenhutkreationen bis hin zu feinen, handgefertigten Blüten für einen Blumenhaarkranz - hier werden ständig handgefertigte Einzelstücke benötigt.

Tätigkeiten

Was machen Modisten eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommt man den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des modisten.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wer genauer wissen will, wie die Ausbildung zum/zur Modist/in abläuft, der findet bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Meister/-in im Modistenhandwerk
  • Betriebswirt/-in - Handwerks

Als Meister/in kann man einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

Ausbildungsjahr                                                                ab 01.08.2007
1. 153,39 € / Monat             164,--€ / Monat
2. 178,95 € / Monat             215,--€ / Monat
3. 204,52 € / Monat             277,--€ / Monat
 
 

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Bonn - Leverkusen - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Gärtnerstraße 11
45128 Essen
0201 88406-87 / -88
0201 880406-90

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer-Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erftkreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Klosterstr. 73-75
40211 Düsseldorf

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier einige Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Modist/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Herstellung von modischer Kleidung nach Maß und eigenen Entwürfen
  • ähnliche Arbeitstechniken
  • gemeinsame Voraussetzung: Interesse an Mode, sicheres Farb- und Formempfinden
  • Kenntnisse über Eigenschaften, Verarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten textiler Materialien

 

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Perspektiven

Beschäftigung finden Modisten und Modistinnen in Werkstätten und Ateliers des Modistenhandwerks und in der industriellen Serienfertigung. Dabei werden Sie sich möglicherweise auf bestimmte Bereiche spezialisieren, insbesondere auf die Herstellung von Damenhüten, -mützen und -kappen oder die Herstellung von Brautschleiern und Brautgestecken. Sie können ihren Tätigkeitsschwerpunkt auf das Formen von Hüten, auf Näharbeiten oder auf Arbeiten im Bereich der Fertigstellung und Konfektionierung von Hüten legen. In Hutabteilungen von Warenhäusern und in speziellen Hutfachgeschäften können Modisten und Modistinnen als Hutfachverkäufer/innen tätig werden. Als Theatermodisten/-modistinnen arbeiten sie in den Kostümabteilungen von Theatern, Film- und Fernsehanstalten.