Raumausstatter/in

Mit Farben und Formen Räume stylen, neuen Schwung einziehen lassen und alten Mief vor die Türe setzen, das sind einige der Hauptaufgaben der Raumausstatter/innen. Raumausstattung zaubert Atmosphäre der Behaglichkeit und Zweckmäßigkeit im modernen Büro - je nach Stil des Objektes und der Anforderung.

An kostbaren Materialien für Wand und Boden legen Fachleute Hand an, kreativ, geschmackvoll und geschickt. Man muss aber erst mal den Raum auf sich wirken lassen und dann mit Ideen spielen, um die attraktive Optik zu erzielen wie sie von schicken Restaurants, Bistros, Theatern, Galerien usw. her bekannt ist.

Wer Stilempfinden, Einfühlungsvermögen und kunsthandwerkliches Geschick hat, findet in diesem Beruf ein weites Betätigungsfeld. Man kann selbständig arbeitenund viele Leute kennen lernen. Der Arbeitsplatz wechselt ständig und immer wieder kommen neue Kunden mit unterschiedlichsten Wünschen. Die einen wollen eine anspruchsvolle Dekoration, die anderen ihre Polstermöbel aufgearbeitet oder restauriert haben und wieder andere wollen die komplette Raumgestaltung. Es gibt vieles zu tun, das eine Menge Spaß macht.

Tätigkeiten

Was machen Raumausstatter eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Raumausstatters.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Planen und Vorbereiten einer Raumausstattung
  • Auswahl von Materialien, Ermittlung von Kosten und Materialbedarf
  • Verlegen von Bodenbelägen
  • Bekleiden von Wänden und Decken mit Stoffen, Folien oder Tapeten
  • Ausführen von Fenster- und Raumdekorationen
  • Herstellung und Reparatur von Polstermöbeln
  • Polstern mit Textilien, Leder- und Kunststoffarten
  • Verarbeitung von Metallen, Holz, Textilien und anderen Werkstoffen
  • Verarbeitung von Treppenbelägen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • Spaß am Nähen haben
  • gerne kreativ arbeiten
  • gutes Farbsehvermögen und räumliches Vorstellungsvermögen haben
  • Einfühlungsvermögen haben und kontaktfreudig sein

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Raumausstatter/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Raumausstattermeister/in
  • Gestalter/in- Holz- und Raumgestaltung
  • Betriebswirt/in - Handwerk
  • Restaurator/in im Raumausstatterhandwerk

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Innenarchitektur
  • Textil-, Bekleidungstechnologie
  • Textil-, Bekleidungsdesign
  • Produkt-, Industriedesign
  • Restaurierung
  • Bühnenbildnerei
  • Bildende Kunst

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
ab 01.01.2016
im 1. Ausbildungsjahr         260 €/ Monat     390 €/ Monat
im 2. Ausbildungsjahr         310 €/ Monat     440 €/ Monat
im 3 Ausbildungsjahr          440 €/ Monat     530 €/ Monat
 

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.
 
 

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Bonn - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis

Heinrichstr.51
50676 Köln

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Bonn - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Hugo-Eckener-Str. 16
50829 Köln

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Bonn - Leverkusen - Rhein-Erft-Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis - Rhein-Sieg-Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Raumausstatters/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Möbelpolsterung, Dekoration, Raumgestaltung
  • Verlegen von Bodenbelägen

Perspektiven

Aufgrund des steigenden Lebensstandards sieht der Raumausstatter im allgemeinen guten Berufsaussichten entgegen, auch bei schwacher Konjunkturlage. Das Warenangebot für die Ausstattung von Arbeitsplätzen und Wohnungen wächst stetig und sorgt dafür, dass der Käufer auch in Zukunft auf das Fachwissen des Raumausstatters zurückgreifen wird.