Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in

Rollladen und Jalousien schützen vor unerwünschter Sonneeinstrahlung und neugierigen Blicken, zum Teil auch vor dem Eindringen von Kälte und Einbrechern. Als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in sind Sie der Spezialist für den Bau von jeder Art von Rolläden und Rollladenanlagen, Fensterkombinationen, Verdunklungs- und Sonnenschutzeinrichtungen, Innensonnenschutz, Jalousien und Markisen. Die paßgenaue Herstellung von Rolltoren, Roll- und Scherengittern in größeren Dimensionen für die Industriehallen gehören ebenso zu Ihren Aufgaben.

Die Tätigkeit ist abwechslungsreich, beansprucht werden Kopf und Hände:

Vor Ort besprichen Sie mit dem Kunden, welche Lösung in Frage kommt und entwirfst dann am Computer die Zeichnungen und Skizzen - immer individuell auf die gewünschten Maße und gestalterischen Effekte abgestimmt. Danach setzen Sie in der Werkstatt die Zeichnung in die Wirklichkeit um. Ob Holz, Aluminium, Stahl oder Kunststoffe, Sie kennen sich mit allen Werkstoffen aus und können sie mit der Hand oder mit Spezialmaschinen fachmännisch verarbeiten. Das fertige Produkt montieren Sie schließlich beim Kunden. Dabei werden von Ihnen oft auch elektrische bzw. elektronische Steuerungskomponenten und -anlagen installiert. Und, wenn mal was kaputt ist, dann wird es prompt von Ihnen repariert.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Rolladen- und Sonnenschutzmechatroniker eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Rolladen- und Sonnenschutzmechatronikers.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Lesen und Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen
  • Be- und Verarbeiten von Holz und Holzwerkstoffen, von Kunststoffen, Textilien und Metallen
  • Warten und Bedienen von Maschinen und Einrichtungen
  • Herstellen und Zusammenbauen von Rollpanzern, Behängen und Klappläden
  • Herstellen und Zusammenbauen von Führungen und Tragkonstruktionen
  • Herstellen und Zusammenbauen von Wickelwellen, von manuellen und motorischen Antrieben sowie von Rollraumverkleidungen
  • Betriebsfertiges Einbauen und Überprüfen der Anlagen
  • Beheben von Störungen und Warten der Anlagen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • räumliches Vorstellungsvermögen haben, um Entwürfe umzusetzen
  • sorgfältig und zuverlässig sein
  • kontaktfreudig und teamorientiert sein
  • Gute Kenntnisse im Rechnen und Zeichnen haben
  • über eine gute körperliche Konstitution verfügen

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Rolladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Rolladen- und Jalousiebauermeister/-in
  • Betriebswirt/-in - Handwerks

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr               ab 01.09.14      ab 01.09.15       ab 01.09.16
1.                                  538 € / Monat    570 € / Monat    580 € / Monat
2.                                  648 € / Monat    680 € / Monat    690 € / Monat
3.                                  728 € / Monat    770 € / Monat    780 € / Monat
 
Anlehnung an den Tarifvertrag Tischler oder Metaller. hier: Tischler
 

Urlaubsanspruch

 
Urlaubsanspruch 24 Arbeitstage pro Jahr. Hier Urlaub der Tischler.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Heegestr.14
45897 Gelsenkirchen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Handwerkerstr. 2
58638 Iserlohn
02371-9581-0
02371-52800-53

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Handwerkerstr. 2
58638 Iserlohn
02371-9581-0
02371-52800-53

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Rolladen- und Sonnenschutzmechatronikers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Be- und Verarbeiten von Metall sowie Kunststoff.
  • manuelle und maschinelle Metallbearbeitungstechniken
  • Holzbe- und verarbeitung
  • manuelle und maschinelle Holzbearbeitungstechniken

Perspektiven

Das Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerk hat jährlich Zuwachsraten zu verzeichnen, denn gebaut wird immer und Neubau, Ausbau, Modernisierung, Renovierung und Sanierung sichern den Arbeitsplatz des gut ausgebildeten Rollladen- und Jalousiebauers.

Fachkräfte werden hier immer gesucht, denn allein der winterliche und sommerliche Wärmeschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gleiches gilt für den Einbruchschutz durch Rollläden und Rollgitter - die Nachfrage nach einbruchhemmenden Maßnahmen steigt kontinuierlich. Deshalb wird stets qualifizierter Nachwuchs benötigt