Schornsteinfeger/in

Das Bild vom rußverschmierten, schwarzen Mann geistert immer noch durch viele Köpfe. Diese Vorstellung ist schon lange überholt, spätestens seit sich die Menschen über die Luftverschmutzung und die damit verbundenen Folgen klar geworden sind. Waldsterben, Smog und Ozonloch gehören zu den zentralen Themen unserer Zeit.

Zu den zentralen Aufgaben der Schornsteinfeger/-innen gehören deshalb Messungen der Schadstoffemissionen und Prüfungen, ob Brennstoffe optimal genutzt werden. Bei überhöhten Werten kennen sie geeignete Maßnahmen, um die Feuerung energiesparend und umweltfreundlich zu regulieren.

Sie sind Prüfer und Berater zugleich. Ihr Fachwissen ist schon bei der Planung von neuen Heizungsanlagen gefragt. Schornsteinfeger/-innen müssen also Kenntnisse in Bau-, Heizungs- und Brandschutztechniken vorweisen.

Da moderne Heizanlagen weniger Dreck durch die Schornsteine blasen, wird auch weniger gekehrt. Das bedeutet nicht, dass Besen und Kehrleine überflüssiggeworden sind, aber der Einsatz moderner, zum Teil elektronischer Prüf- und Messgeräte, hat Vorrang.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Schonsteinfeger eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommen Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Schonsteinfegers.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Rechtsgrundlagen für das Schornsteinfegerwesen
  • Betriebs- und Brandsicherheit von Anlagen und Einrichtungen überprüfen
  • Brandverhalten von Baustoffen
  • Umweltschutzmassnahmen
  • Mängel und Funktionsstörungen erkennen und beheben
  • Kehr- und Reinigungsverfahren
  • Abgaswegeprüfungen
  • Prüfberichte erstellen
  • Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • gute Noten in Mathematik und Chemie haben
  • selbständig arbeiten
  • in großen Höhen und engen Räumen arbeiten können

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Schornsteinfeger/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Schornsteinfegermeister/in
  • Techniker/in für Umweltschutztechnik
  • Betriebswirt/in - Handwerk

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Versorgungs- und Umwelttechnik
  • Klima- und Heizungstechnik (Maschinenbau)
  • Energie- und Wärmetechnik (Maschinenbau)
  • Umwelttechnik- und Umweltschutz im Bauwesen
  • Sicherheitstechnik

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

Ausbildungsjahr ab 01.08.2011
1. 485,00 € / Monat
2. 545,00 € / Monat  
3. 625,00 € / Monat  

Auszubildende erhalten pro Ausbildungsjahr

127,87 € Kleidergeld. (ab 01.08.2011 150,- €)

   
     

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Bonn - Leverkusen - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Hauptstr. 426-428
51143 Köln

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

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Genker Str. 8
53842 Troisdorf
02241-94907711
02241-94907717

Bedstr. 44
40468 Düsseldorf
0211-424438
0211-419050

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

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VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

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Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Schonsteinfegers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Mess-, Prüf- und Reinigungsarbeiten an Feuerungs- und Lüftungsanlagen
  • Abgasanalysen und Abgastemperaturmessungen

Perspektiven

Auch in Zukunft wird der Schornsteinfeger öffentlich-rechtliche Aufgaben übernehmen, wie z.B. den vorbeugenden Brandschutz, Sicherheitsprüfungen, Überwachung für den Umweltschutz und neutrale Beratungen. Durch die gesetzlichen Vorgaben bleibt der Bedarf an Schornsteinfegern als eine feste Größe bestehen.