Tiefbaufacharbeiter/in

Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Straßenbauarbeiten verrichten mit Maschinen Erdbewegungen, sichern ausgehobene Gräben, legen Böschungen und Randbefestigungen an, bauen Entwässerungsleitungen und Straßendecken.

Im Schwerpunkt Rohrleitungsbauarbeiten verlegen sie Rohre für Gas- und Wasserleitungen, führen Pflasterarbeiten aus, stellen Kabelschächte her und bauen einfache Betonfertigteile ein.

Im Schwerpunkt Kanalbauarbeiten heben sie Gräben aus, sichern diese ab, verlegen Rohre, erstellen Abflussrinnen, pflastern Kanäle und bauen Einstiegsschächte.

Im Schwerpunkt Brunnenbau- und Spezialtiefbauarbeiten nehmen sie Bohrungen vor, bauen Brunnenanlagen und -schächte, verrohren Bohrlöcher, untersuchen den Baugrund, schaffen Abdeckungen und Abdichtungen.

Im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten bewegen sie mit Maschinen Erdreich, fertigen Betonbauteile, richten den Gleisunterbau her, verlegen Gleise und sorgen für die Entwässerung an Bahnanlagen.

Tätigkeiten

Was machen Tiefbaufacharbeiter eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommen Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Tiefbaufacharbeiters.

Informationen

Ausbildungsdauer:

2 Jahre (24 Monate)

Ausbildungsinhalte:

  • Lesen und Anwenden von Zeichnungen; Anfertigen von Skizzen
  • Durchführen von einfachen Messungen
  • Bearbeiten von Holz und Herstellen von Holzverbindungen
  • Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton, Baukörpern aus Steinen
  • Qualitätssichernde Massnahmen und Berichtswesen
  • Einbau von Fertigteilen
  • Herstellen von Wandputz und Estrich
  • Sicherungsmaßnahmen im Tiefbau

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.

Bewerber sollten ...

  • körperlich belastbar sein
  • "mit Köpfchen" arbeiten
  • technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • gerne im Freien arbeiten

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Tiefbaufacharbeiterin abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Die nächst höhere Stufe ist die Gesellenprüfung als Brunnenbauer/in oder Straßenbauer/in . Alle weiteren Karrieremöglichkeiten finden Sie dort.

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr              ab 01.05.2013        ab 01.05.2014      ab 01.06.2015
1.                                    669 €/ Monat         690 €/ Monat        708 €/ Monat
2.                                 1.028 €/ Monat       1.060 €/ Monat     1.088 €/ Monat
3.                                 1.299 €/ Monat       1.339 €/ Monat     1.374 €/ Monat
 

Urlaubsanspruch

 
im 1. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 2. Ausbildungsjahr 30 Tage

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn (Unterstufe, Mittelstufe) - Rhein-Sieg-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Fritz-Jacobi-Str. 20
53773 Hennef

Für den Kreis / die Kreise: - Köln (Unterstufe, Mittelstufe) - Leverkusen (Unterstufe, Mittelstufe) - Oberbergischer Kreis (Unterstufe, Mittelstufe) - Rhein-Erft-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe) - Rheinisch-Bergischer Kreis (Unterstufe, Mittelstufe)

Ulrichgasse 1-3
50678 Köln

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Hugo-Eckener-Straße 16
50829 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Tiefbaufacharbeiters/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

 

 

Was ist ähnlich?

 

Bereich Hochbau

Bereich Ausbau

Bereich Tiefbau

Bereich Dach- und Fassadentechnik

    • Die Ähnlichkeit dieser Berufe mit dem Beruf des Maurers ist durch gleiche bzw. ähnliche Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte gegeben.

 

    • Die bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch.

 

  • Die Anforderungen und Umgebungseinflüsse bei der Arbeit auf Baustellen bzw. in Arbeitsgruppen sind ähnlich.

Perspektiven