Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in

Wenn in Theatern, Konzertsälen oder Studios die Töne in allen Nuancen zu hören sind, liegt das nicht allein an den Darstellern. Außer einem guten Sound-Mix ist das auch einer ausgereiften Handwerkerleistung in puncto Schallschluckmaßnahmen zuzuschreiben.

Wenn Energie gespart werden soll, wird ebenfalls der Spezialist herangezogen, zum Beispiel bei der Wärmedämmung von Fernheizungsrohren oder beim Schutz von Rohrleitungen in Raffinerien, Chemiewerken und anderen industriellen Anlagen. Kühlräume werden gegen Kälteverluste geschützt. Auch das ist eine energiesparende Maßnahme.

Wärme- Kälte- und Schallschutzisolierer/-innen wissen, wie Energie zu sparen ist, wie man Schutz gegen Lärm und Feuer erhält und die Akustik durch Dämmen, Abdichten, Isolieren und Dämpfen - je nach Aufgabenstellung mit speziell zu verarbeitenden Werkstoffen: Formteile, Platten, Bahnen aus Kork, Mineralwolle, Dachpappe und unterschiedliche Kunststoffe, um nur einige zu nennen, verbessern kann.

Wem Technik wie Umwelt gleichermaßen am Herzen liegen, kann beides als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/-in aktiv in Einklang bringen.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer eigentlich den ganzen Tag?Wenn Sie sich das schon immer gefragt haben, hier finden Sie die Antwort.
Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierers.

Informationen

Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Skizzen und Verlegepläne lesen und erstellen
  • Fertigteile einbauen
  • Werkzeug- und Materialkunde
  • Bau- und Fertigteile herstellen
  • Fertigteile für Dämm- und Sperrarbeiten anbringen
  • Unterkonstruktionen für Wände, Decken und Fassaden herstellen
  • Dämmungen und Sperrungen anbringen oder verlegen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • gesundheitlich fit sein
  • "mit Köpfchen arbeiten" arbeiten
  • technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • geschickt und möglichst schwindelfrei sein
  • gerne im Team arbeiten
  • flexibel sein und auf wechselnden Baustellen arbeiten

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Wärme-,Kälte- und Schallschutzisolierer/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer-Meister/-in
  • Betriebswirt/-in - Handwerks

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Bauingenieurwesen

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr              ab 01.05.2013       ab 01.05.2014      ab 01.06.2015
1.                                  669 €/ Monat         690 €/ Monat       708 €/ Monat
2.                                1.028 €/ Monat      1.060 €/ Monat    1.088 €/ Monat
3.                                1.299 €/ Monat      1.339 €/ Monat    1.374 €/ Monat
 

Urlaubsanspruch

 
im 1. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 2. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 3. Ausbildungsjahr 30 Tage

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Krei

Am Förderturm 5
46049 Oberhausen
0208-823140

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin
Graf-Recke-Str. 43
40239 Düsseldorf

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Bökendonk 15-17
47809 Krefeld
02151-5155-0
02151-5155-90

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Klosterstr. 73-75
40211 Düsseldorf

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Wärme-,Kälte-und Schallschutzisolierers/in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

Bereich Hochbau

Bereich Ausbau

Bereich Tiefbau

Bereich Dach- und Fassadentechnik

  • Die Ähnlichkeit dieser Berufe mit dem Beruf des Estrichlegers ist durch gleiche bzw. ähnliche Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte gegeben.
  • Die bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch.
  • Die Anforderungen und Umgebungseinflüsse bei der Arbeit auf Baustellen bzw. in Arbeitsgruppen sind ähnlich.

Perspektiven

Durch die zunehmend knapper werdenden Energiequellen und deren Verteuerung sowie durch den wachsenden Energiebedarf kommt dem Arbeitsfeld des Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierers immer mehr Bedeutung zu. Hinzu kommt, dass der Schallschutz im Rahmen des Umweltschutzes bedeutsamer wird.