Zahntechniker/in

Der Zahn der Zeit nagt eben auch an den echten Zähnen. Doch wer seinen Biss nicht ganz verlieren will, lässt sich nach Absprache mit dem Zahnarzt, der eng mit den Zahntechnikern und Zahntechnikerinnen zusammenarbeitet, einen entsprechenden Ersatz anfertigen.

Arbeitsgrundlage sind Abformungen von Zähnen oder Kiefern und in Fachsprache verfasste Beschreibungen über Art und Ausführung des jeweiligen Auftrags. Von Kronen über Brücken bis zum kompletten Zahnersatz - die Anfertigung, die zahlreiche Arbeitsgänge umfasst, erfordert naturwissenschaftliche Kenntnisse und gestalterische Fähigkeiten. Ganz wesentlich ist, dass man in dem Bewusstsein handelt, Menschen zu helfen und deren Gesundheit wiederherzustellen.

Zahntechniker/-innen brauchen Geduld und Ausdauer, z. B. beim Modellieren am Artikulator. Dieses Gerät simuliert Kiefergelenkfunktionen.

Der Beruf der Zahntechniker/-innen verlangt Fingerfertigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die ständige Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Methoden der Zahntechnik. Außerdem sind genaue Kenntnisse in der Verarbeitung von Gold, Keramik und weiteren Materialien erforderlich.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Zahntechniker eigentlich den ganzen Tag?
Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, wie arbeiten ?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Zahntechnikers.

Informationen

Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung


Ausbildungsinhalte:

  • Werkstoffkunde
  • Be- und Verarbeitung durch Schleifen, Löten, Polieren, Biegen, Feilen
  • Fertigung von Arbeitsmodellen
  • Anfertigen, Ändern und Instandsetzen von festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz, kieferorthopädischen Geräten sowie Gussfüllungen
  • Anpassen der künstlichen Zähne an die anatomischen Verhältnisse des Patienten
  • Schmelzen von Legierungen in Schmelzöfen sowie Gießen der geschmolzenen Legierungen mittels Schleuder- oder Druckguss in Hohlformen
  • Verblenden der sichtbaren Flächen mit Kunststoff oder zahnkeramischen Massen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber mit Realschulabschluss ( 50 %) oder (Fach)abitur (37 %) ein, da der Beruf relativ hohe mathematisch-naturwissenschaftliche Anforderungen stellt.

Bewerber sollten ...

  • handwerklich geschickt sein
  • viel Fingerspitzengefühl haben
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben
  • gutes Farbsehvermögen haben
  • sich gut konzentrieren können

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Zahntechniker/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Zahntechnikermeister/in
  • Betriebswirt/in - Handwerk

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Zahnmedizin
  • Feinwerktechnik, Feingerätebau (Maschinenbau)
  • Biomedizinische Technik

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
im 1. Ausbildungsjahr 410,-- € / Monat
im 2. Ausbildungsjahr 470,-- € / Monat
im 3. Ausbildungsjahr 520,-- € / Monat
im 4. Ausbildungsjahr 590,-- € / Monat
 
(Empfehlung lt. Beschluss d. Mitgliederversammlung v. 14.11.2012)
 

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Kerschensteinerstr. 4
53844 Troisdorf

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Kartäuserwall 30
50678 Köln

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Hauptstr. 39
50859 Köln
0221-503044
0221-503046

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Hauptstr. 39
50859 Köln
0221-503044
0221-503046

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Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

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  • Edelmetallbearbeitungs- und -verformungstechniken
  • gute
    Feinhandgeschicklichkeit erforderlich
  • Feinbau und Feinmechanik
  • Einzelanfertigung
  • medizinische Grundkenntnisse
  • gute Feinhandgeschicklichkeit erforderlich
  • Feinbau und Feinmechanik
  • Einzelanfertigung
  • gute Feinhandgeschicklichkeit erforderlich

Perspektiven

Da die Nachfrage nach Zahnersatz beständig bleibt, sieht der gut ausgebildete und leistungsfähige Zahntechniker einer gesicherten Zukunft entgegen.