Zimmerer/in

Wer heute Zimmerer/-in werden will, darf nicht von gestern sein. Die zeitgemäße Architektur verlangt teilweise raffinierte Holzkonstruktionen z. B. für behagliche Wohnhäuser, Brücken, Fachwerkbauten, Kindergärten oder Schulen. Dafür sind die Zimmerer/-innen Spezialisten. Ihre Fähigkeiten sind gefragt, denn bei aktuellen Bauweisen und der Restaurierung wird viel Holz eingesetzt.

Zimmerer/-innen müssen bei komplizierten Bauplänen durchblicken und sich die Zeichnungen räumlich vorstellen können. Dann geht es an das Handwerk - mit Zimmermannswinkel, Lot, Wasserwaage und anderen Spezialwerkzeugen. Zimmerer/-innen sind aber auch technisch up to date z. B. mit Hebewerkzeugen Hobel-, Stemm- und Bohrmaschinen. Sie fehlen auf keiner Baustelle und nehmen einen Großteil der Arbeit ab bzw. erleichtern sie. Nicht nur beim Errichten von Dachstühlen, sondern auch beim Treppenbau oder Anfertigen von Holzverschalungen für Betonteile.

Ein moderner Beruf, dessen liebenswerte Gepflogenheiten gerade haute den Individualisten reizen: man kann auf die "Walz" gehen. Und: der Zimmerer löst mit Köpfchen, Kraft, moderner technischer Ausrüstung seine vielseitigen Aufgaben - bis das Richtfest losgehen kann.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Zimmerer eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des Zimmerers.

Informationen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Herstellen von Dach-, Wand-, Deckenkonstruktionen mit Dachaufbauten und - Verkleidungen
  • Herstellen und Einbauen von Wänden, Decken und Dächern für den Fertigbau
  • Herstellen von abgebundenen Gerüsten und Absteifungen
  • Herstellen gerader und gewendelter Treppen
  • Herstellen von Leichtwänden, Wand-, Decken-, Fassadenbe- und verkleidungen
  • Aufschnüren von Knotenpunkten, Zureißen und Bearbeiten von Konstruktionshölzern
  • Ausführen von Holzschutzarbeiten
  • Grundkenntnisse der Leitungsbeschreibung und Arbeitsplanung sowie der
  • Baustoffbedarfsermittlung und Massenberechnungen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • gesundheitlich fit und möglichst schwindelfrei sein
  • "mit Köpfchen" arbeiten
  • geschickt sein und handwerkliches Verständnis besitzen
  • gerne im Team arbeiten
  • gerne auf wechselnden Baustellen arbeiten

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Zimmerer/in abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Zimmerermeister/in
  • Geprüfte/r Polier/in Ausbau - Schwerpunkt Zimmererarbeiten
  • Industriemeister/in, z.B. Holzbearbeitung
  • Techniker/in, Fachrichtung Holztechnik
  • Techniker/in, Fachrichtung Bautechnik
  • Techniker/in, Fachrichtung Holz- und Kunststoffverarbeitung
  • Geprüfte/r Restaurator/in im Zimmererhandwerk
  • Techniker/in für Betriebswissenschaft

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Bauingenieurwesen
  • Baubetriebswesen
  • Baudenkmalpflege
  • Baustoffingenieurwesen
  • Architektur
  • Innenarchitektur
  • Vermessungswesen
  • Holztechnologie

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
Ausbildungsjahr              ab 01.05.2013        ab 01.05.2014     ab 01.06.2015             01.06.2017
1.                                      669 €/ Monat          690 €/ Monat      708 €/ Monat              785 €/ Monat

2.                                   1.028 €/ Monat       1.060 €/ Monat    1.088 €/ Monat           1.135 €/ Monat

3.                                   1.299 €/ Monat       1.339 €/ Monat    1.374 €/ Monat           1.410 €/ Monat
 

Urlaubsanspruch

 
im 1. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 2. Ausbildungsjahr 30 Tage
im 3. Ausbildungsjahr 30 Tage

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe) - Leverkusen (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe) - Rheinisch-Bergischer Kreis (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe) - Oberbergischer Kreis (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe) - Rhein-Erft-Kreis (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe)

Ulrichgasse 1-3
50678 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe) - Rhein-Sieg-Kreis (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe) - Köln (Beschulung Unter-, Mittel- und Oberstufe)

Fritz-Jacobi-Str. 20
53773 Hennef

Für den Kreis / die Kreise: - Obergischer Kreis (Beschulung Unterstufe)

Ernst-Zimmermann-Str.26
51645 Gummersbach-Dieringhausen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

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Grantham-Allee-2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

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Emil-Hoffmann-Str. 7
50669 Köln
Graf-Recke-Str. 43
40239 Düsseldorf

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: Information

Zu den Fichten 19
53359 Rheinbach

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis - Oberbergischer Kreis

Hugo-Eckener-Straße 16
50829 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Zimmerers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

Bereich Hochbau

Bereich Ausbau

Bereich Tiefbau

Bereich Dach- und Fassadentechnik

  • Die Ähnlichkeit dieser Berufe mit dem Beruf des Zimmerers ist durch gleiche bzw. ähnliche Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte gegeben.
  • Die bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch.
  • Die Anforderungen und Umgebungseinflüsse bei der Arbeit auf Baustellen bzw. in Arbeitsgruppen sind ähnlich.

Folgende Gemeinsamkeiten bestehen mit der Tätigkeit des Zimmerers:

  • Arbeiten mit Holzbearbeitungsmaschinen,
  • Herstellen von Holzverbindungen,
  • Techniken der Holzbearbeitung

Perspektiven

Gute Facharbeiter werden auch in konjukturell schlechten Zeit gesucht.