Zweiradmechatroniker/in

Zweiräder erobern die Straße. Die Fahrräder, weil sie zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln zählen und obendrein als Fitnessgerät dienen und Mountain-Bikes, BMX- und Rennräder in allen Variationen. Nicht zuvergessen: Das Stück "Freiheit" - das Motorrad, ausgestattet mit reichlich PS und Elektronik. Wem das eine Nummer zu groß ist, "düst" mit Mofa oder Mokick zum Ziel oder zu den Zweiradmechatroniker und -Mechatronikerinnen.

Schützende Karosserien haben diese Fahrzeuge alle nicht. Deshalb müssen sie beim Wartungsdienst gewissenhaft auf Verkehrssicherheit gecheckt werden. Dazu kommen Reparaturen wie z.B. Rahmen vermessen und richten, oder ein Motorrad wird auf "Easy Rider-Look" getrimmt und erhält eine lange Gabel, andere Räder etc.

Zweiradmechatroniker/-innen müssen ganz schön was auf dem Kasten haben in puncto Elektronik, aktueller Fahrzeugtechnik mit allem hydraulischen Drum und pneumatischen Dran. Dazu kommt die breite Palette der Metallbearbeitung. Und - ganz wichtig - umweltfreundliches Arbeiten. Freundlichkeit ist auch das Motto bei vielen Beratungsgesprächen mit Kunden.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Zweiradmechaniker eigentlich den ganzen Tag?

Die Antwort darauf gibt's hier: bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des/der

Informationen

Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Montage und Demontage von Bauteilen
  • Einstellung von Stromversorgung, Beleuchtung, Zündung und Starteranlage
  • Ausrüsten und Umrüsten mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • Instandsetzung von mechanischen und hydraulischen Bremssystemen
  • Überprüfung von Vergaser und Einspritzanlagen im Motorbereich
  • Feststellen und Beheben von Schäden an Motorbauteilen
  • Durchführen von Wartungsarbeiten
  • Instandhalten und Umbauen von Fahrzeugrahmen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • handwerklich geschickt sein
  • technisches Interesse haben
  • gut sehen und hören können
  • zuverlässig und genau arbeiten

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur

Zweiradmechatroniker/-in - Fachrichtung Fahrradtechnik

Zweiradmechatroniker/-in - Fachrichtung Motorradtechnik

abläuft, finden Sie bei berufenet , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Zweiradmechatronikermeister/in
  • Techniker/in (z.B. in den Fachrichtungen Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik, Feinwerktechnik)
  • Technische/r Betriebswirt/in

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Fahrzeugtechnik, Verkehrstechnik
  • Arbeits- und Kraftmaschinen
  • Maschinenbau

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
ab 01.08.2014
im 1. Ausbildungsjahr   450 €/ Monat
im 2. Ausbildungsjahr   475 €/Monat
im 3. Ausbildungsjahr   525 €/Monat
im 4. Ausbildungsjahr   550 €/Monat
 

Urlaubsanspruch

 
Der Urlaub richtet sich
  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.
 
Tarifvertrag: Verbandsempfehlung

III. Berufsschulen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Augenoptiker/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Zweiradmechanikers/in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Warten und Reparieren von Baugruppen, Aggregate und Anlagen von Fahrzeugen,
  • Fehlerdiagnose und -behebung

 

 

Perspektiven