Bestattungsfachkraft

Eine sensible Aufgabe haben die Bestattungsfachkräfte. Sie meistern gemeinsam mit den Angehörigen einfühlsam die vielseitigen Aufgaben eines Trauerfalls. Für diesen Beruf muss man ein besonderes Gespür haben, Einfühlungsvermögen steht über allem. Daneben ist aber auch handwerkliches und kaufmännisches Können gefragt. Rechtsvorschriften, Gesundheitsbestimmungen und Bräuche zur Bestattung sollte man gut kennen.

Zu den Aufgaben gehört die fachgerechte Überführung und Behandlung des Leichnams ebenso wie die organisatorische, verwaltungsmäßige Abwicklung des Begräbnisses. Auch das Handwerk kommt nicht zu kurz: Obwohl der Bestatter vor allem Dienstleister ist, muss er auch Särge ausstatten, anpassen und mit modernem Werkzeug umgehen können. Kaufmännisch muss er fit sein, um Bestattungsvorsorge und verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten anbieten zu können. Bestattungsfachkräfte arbeiten in erster Linie in Bestattungsunternehmen, manchmal auch in der Friedhofsverwaltung.

Ausbildungsordnung

Tätigkeiten

Was machen Bestattungsfachkräfte eigentlich den ganzen Tag?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet , , den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich einer Bestattungsfachkraft.

Aufstiegschancen

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

 
im 1. Ausbildungsjahr 350,-- € / Monat    400,-- € / Monat
im 2. Ausbildungsjahr 390,-- € / Monat    450,-- € / Monat
im 3. Ausbildungsjahr 450,-- € / Monat    500,-- € / Monat
 
 

Urlaubsanspruch

 

Der Urlaub richtet sich

  • bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG und beträgt mind. 24 Werktage.
  • bei minderjährigen Auszubildenden nach § 19 Abs. 2 JArbSchG und beträgt
    • mind. 30 Werktage, wenn keine 16 Jahre alt
    • mind. 27 Werktage, wenn 16 Jahre alt
    • mind. 25 Werktage, wenn 17 Jahre alt
Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres.
 
Tarifvertrag: Verbandsempfehlung

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Kattwinkelstr. 2
42929 Wermelskirchen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Graf-Recke-Str. 71
40239 Düsseldorf
Graf-Recke-Str.71
40239 Düsseldorf
0211-69064-0
0211-69064-20

Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
BES1/07 Grab- und Friedhofstechnik 2 2
BES2/08 Trauerpsychologie und Beratungsgespräch 2 3
BES 3/07 Hygienische Versorgung 1 2
Seminarstr. 8-10
97702 Münnerstadt
09733-7871-10
09733-7871-15

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Ähnliche Berufe

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier einige Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf der Bestattungsfachkraft mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • allgemeine Büro- und Verwaltungsarbeiten
  • Korrespondenz,
  • (zum Teil auch) Personalwesen
  • kaufmännisches Rechnen
  • Buchführung