Bootsbauer/in

An Sonnentagen herrscht Hochbetrieb auf den Gewässern. Auf Seen ziehen Segelboote hart am Wind ihren Kurs. Motorboote pflügen das Wasser und mancher Freizeitkapitän lässt sein Paddel- oder Ruderboot so vor sich hindümpeln. Und die Sportler haben Spaß mit ihren Kanus etc.

 

Dank der vielen Bootstypen hat jeder sein Vergnügen nach Maß - dafür garantieren Bootsbauer/-innen.

Sie konstruieren und führen sämtliche erforderlichen Arbeiten aus, vom Bau des Rumpfes bis zur Kajüte. Auch in Gestaltungsfragen erwartet man ein kompetentes Wort. Welche Werkstoffe verwendet werden, richtet sich nach dem Einsatz und den Anforderungen des jeweiligen Bootes. Be- und verarbeitet werden Holz, Metall, Kunststoffe und verschiedene Verbundwerkstoffe in den entsprechenden Techniken. Grundsätzlich sind die geltenden Sicherheitsregeln auf jeden Fall einzuhalten.

 

Wer Spaß am Konstruieren, Bauen, Formen und Gestalten hat, kommt in diesem Beruf nicht ins Schwimmen.

 

Der Beruf gliedert sich in zwei Fachrichtungen:

 

a)  Neu-, Aus- und Umbau

b) Technik

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

- Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen
Unterlagen
- Messen, Prüfen, Anreißen sowie Übertragen von Maßen
und Konturen
- Manuelles und maschinelles Bearbeiten von
Werkstoffen sowie Herstellen von lösbaren und
unlösbaren Verbindungen
- Herstellen von faserverstärkten Kunststoffen
- Herstellen von Vorrichtungen, Schablonen, Modellen
und Formen
- Herstellen von Bootsrümpfen und Decks
- Herstellen und Einbauen von Aufbauten und Luken
sowie Montieren von Deckbeschlägen und Setzen
von Masten und Spieren
- Innenausbau von Booten, Einbauen technischer
Anlagen und Systeme sowie
Funktionsprüfungen
- Instandhalten und Instandsetzen

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

- Freude am Umgang mit den Materialien
Kunststoff, Holz und Metall haben
- genau und sorgfältig zu arbeiten
- über räumliches Vorstellungsvermögen verfügen
- gerne im Team arbeiten

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis haben Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Boots- und Schiffbauermeister/-in
- Betriebswirt/-in - Handwerks
- Industriemeister/in - Holz
- Techniker/in für Holztechnik.
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
- Schiffsbau
- Kunststofftechnik
- Holztechnikoder

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Ausbildungsvergütung

 

  ab dem 01. 01.17
im 1. Ausbildungsjahr 450,00 Euro
im 2. Ausbildungsjahr 550,00 Euro
im 3. Ausbildungsjahr 650,00 Euro
im 4. Ausbildungsjahr 700,00 Euro

 

Urlaub

im 1. Ausbildungsjahr 24 AT
im 2. Ausbildungsjahr 24 AT
im 3. Ausbildungsjahr 24 AT
im 4. Ausbildungsjahr 24 AT

 

III. Berufsschulen

Bürgermeister-Wendel-Platz 1
47198 Duisburg
02066-218910

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
TSM3/99 Projektbezogenes Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen 1 2
G-TSM1/99 Einführung in das Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschienen 1 1
TSM2A/99 Sicheres Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschienen 1 2
Boot-H1/00 Moderne Be- und Verarbeitung von Holzwerkstoffen 1 2
Boot-H1/00 Moderne Be- und Verarbeitung von Holzwerkstoffen 1 2
Boot-M/13 Moderne Be- und Verarbeitung von Eiseb- und Nichteisenmetallen 1 2

VI. Prüfungsausschüsse

Gestreckte Prüfung mit Teil 1 und Teil 2 der Abschluss-/Gesellenprüfung

Teil 1 der Abschluss-/Gesellenprüfung findet während der Ausbildung statt; Teil 2 stets am Ende der Ausbildung.

Inhalt, Zeitraum und Gewichtung der Prüfungsteile 1 und 2 sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Ähnliche Berufe

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Bootsbauers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Herstellen und Montieren von Bauteilen aus Holz