Brauer/-in und Mälzer/-in

Es ist salonfähig und viel besungen ist es auch - das Bier. Zum Durstlöschen genießt man es ebenso wie zu gepflegten Speisen. Gepflegt wird deshalb auch die Kunst des Brauens - nach dem deutschen Reinheitsgebot - versteht sich. Gebraut wird aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser - ohne weitere Zutaten.

 

Die Verbraucher können aus zahlreichen Sorten und Geschmacksrichtungen wählen, z.B. Pils, Export, Weizen-Bier, helles oder dunkles Bier und natürlich alkoholfreies Bier. Das ist bei weitem noch nicht alles, was aus Sudhäusern, in denen das Maischen, Läutern und Hopfen kochen zu den Hauptaufgaben gehören, kommt. Bei dem vielseitigen Angebot ist umfangreiches Wissen über Rohstoffe, Verarbeitung und Herstellung erforderlich, damit genau nach Rezept gebraut werden kann.

 

Wer sich für den Beruf Brauer/-in und Mälzer/-in entscheidet, bei dem ist Hopfen und Malz nicht verloren. Vorausgesetzt, er oder sie interessiert sich für moderne Brautechnologie mit allem Drum und Dran wie Verfahrens- und Labortechnik und Umweltschutz. Feine Geschmacksnerven gehören selbstverständlich auch dazu.

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

- Reinigen und Desinfizieren von Maschinen, Geräten sowie Produktionsanlagen
- Anwenden fachbezogener Rechtsvorschriften
- Handhaben technischer Einrichtungen der Mälzerei und der Brauerei sowie Anwenden von Verfahrenstechnik
- Durchführen mikrobiologischer und technisch-analytischer Methoden und Verfahren
- Beurteilen, Lagern und Einsetzen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
- Herstellen von Malz
- Gewinnen, Kühlen und Klären von Würze
- Vergären und Lagern von Bier, Kontrollieren des Reifeprozesses
- Filtrieren, Abfüllen und Verpacken von Bier
- Ausschank und Produktpflege

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

- mit Schutzkleidung wie Gehörschutz arbeiten können
- Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen
- technisches Verständnis zur Kontrolle der Anlagen mitbringen
- Spaß haben an selbständiger Arbeit
- Interesse haben am Umgang mit technischen Anlagen und Maschinen

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Maurer/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Brauer- und Mälzermeister/in
- Betriebsbraumeister/in
- Getränkebetriebsmeister/in
- Techniker/in Fachrichtung Brautechnik
- Techniker/in für Betriebswirtschaft
- Diplom Braumeister/in
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
- Brauerei-, Brennereitechnologie
- Nahrungsmittel-, Getränketechnologie

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütung für Auszubildende

ab dem 01.08.2018

im 1. Ausbildungsjahr 874 €/Monat
im 2. Ausbildungsjahr 1028 €/Monat
im 3. Ausbildungsjahr 1170 €/Monat

Urlaub

über 18 Jahre mind. 24 WT BurLG  
bis 18 Jahre mind. 30 WT JarbSchG zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt
  mind. 27 WT zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt
  mind. 25 WT zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt

 

III. Berufsschulen

Brügmannstr. 25-27
44135 Dortmund
0231-5023155-56
0231-577252

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Märkische Str. 120
44141 Dortmund
0231-5417-0

Ähnliche Berufe

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Brauer und Mälzers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Herstellen von Lebensmitteln unter Beachtung strenger Hygienevorschriften