Gerüstbauer/in

Als Gerüstbauer/-in rüsten Sie nicht nur Einfamilienhäuser für Malerarbeiten ein, Gerüste sind ebenso eine solide Basis beim Brückenbau, bei Arbeiten an Hochhäusern, Kirchen und allen möglichen Industriebauwerken jeder Form und Art. Sie bewegen sich immer einige Meter über dem Boden, oft genug auch in schwindelnden Höhen.

Die Anforderungen an ein Gerüst sind vielfältig. Ob im Hochbau oder in der industriellen Fertigung, z. B. Schiffbau, jede Einrichtung muss maßgeschneidert und vor allem sicher sein. Das verlangt von Gerüstbauer/-innen mehr als nur eine sichere Hand und Augenmaß. Sie müssen die unterschiedlichsten Gerüstsysteme kennen und aufbauen können. Dazu kommt noch ein gewisses Maß an Theorie, um Pläne bzw. Zeichnungen zu lesen und mit Angaben über Tragfähigkeit etwas anfangen zu können. Denn Gerüste dienen als Plattform für alle erdenklichen Arbeiten rund ums Gebäude und sollen größtmögliche Sicherheit gewährleisten.

Genaue Kenntnisse der Sicherheitsvorschriften und deren Umsetzung sind unerlässlich. Das gilt für den Auf- und Abbau ebenso wie für den Transport und die Lagerung von Gerüstteilen aus Metall und Holz. Alle, die wetterfest und schwindelfrei sind und gern im Team arbeiten, haben mit der Qualifikation in diesem Beruf ein gutes Rüstzeug für die Zukunft.

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Umweltschutz
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Beschaffen und Auswerten von Informationen, Arbeiten im Team
  • Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen
  • Bearbeiten von Werkstoffen
  • Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
  • Durchführen von Vermessungsarbeiten
  • Beurteilen von Traggründen und Herstellen der Tragfähigkeit
  • Verankern von Gerüsten
  • Bauen von längen- und flächenorientierten Arbeits- und Schutzgerüsten
  • Bauen von Traggerüsten mit Unterkonstruktion einschließlich der Grundschalung
  • Arbeitsplattformen, Arbeitsbühnen und Aufzüge
  • Bauen von Hängegerüsten
  • Bauen von Wetterschutzhallen und Einhausungen
  • Bauen von Gerüsten für besondere Anforderungen
  • qualitätssichernde Maßnahmen und Berichtswesen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluß (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • räumliches Vorstellungsvermögen,
  • Handgeschicklichkeit besitzen und
  • schwindelfrei sein.

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen unter anderem folgende Weiterbildungsmöglichkeiten für Sie in Frage:

  • Gerüstbau - Kolonnenführer/in
  • Gerüstbauermeister/in
  • Betriebswirt/in - Handwerk


Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung bieten sich unter anderem folgende Studiengänge an:

  • Bauingenieurswesen

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

Vergütungen für Auszubildende

Ausbildungsjahr ab dem 01.08.2015
1. 650,00 €/Monat
2. 850,00 €/Monat
3. 1100,00 €/Monat

 

Urlaubsanspruch

Der Urlaubsanspruch beträgt für unter 18-jährige 25 Arbeitstage, für über 18-jährige 30 Arbeitstage.

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Brügmannstr. 25-27
44135 Dortmund
0231-5023155-56
0231-577252

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
GBAU/97 Fachgerechter Einsatz und Bau moderner Gerüste 11 2

Für den Kreis / die Kreise: Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis. Sowohl der Schulunterricht als auch die überbetriebliche Ausbildung findet auf der Außenstelle des Berufskollegs am Bildungszentrum Hansemann, Barbarastr. 7, 44357 Dortmund statt. Der Unterricht findet in Blockform mit überwiegend zweiwöchigen Blöcken statt, wobei der Unterricht um 7:30 Uhr beginnt und um 14:30 Uhr endet. Untergebracht werden die Auszubildenden im Internat des Bildungszentrums Hansemann.

Brügmannstr. 25-27
44135 Dortmund
0231-5023155-56
0231-577252

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Reinoldistr. 7-9
44135 Dortmund

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Gerüstbauers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch
  • Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüste
  • Einbau von Verankerungs- und Befestigungselementen
  • Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüste
  • Einbau von Verankerungs- und Befestigungselementen