Glasapparatebauer/in

Feine, zerbrechliche Gläser - z.B. Reagenzgläser, Glaskolben und -apparate schaffen die geheimnisumwitterte, technische Atmosphäre in chemischen Labors. Für Wissenschaft und Medizin fertigt der Glasapparatebauer komplizierte Gebilde, die Säure und Hitze aushalten müssen. Am Gebläsebrenner formt er aus Glasröhren und -stäben die verschiedensten Gegenstände: Destillationskolben und Kühlschlangen für Versuchsanlagen, Flaschen oder auch kunstvoll gestaltete Ziergegenstände.

 

Bei dieser Tätigkeit kommt es vor allem auf ruhige Hände und den sicheren Umgang mit Pinzette, Glasmesser und diversen Meßgeräten an.

 

Das oft hauchdünne Material muss mit großer Sorgfalt bearbeitet werden. Wer kunsthandwerkliche Fähigkeiten und Geduld mitbringt, dazu gern im Sitzen und selbständig arbeitet, findet hier ein interessantes Aufgabengebiet.

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Anfertigen von Zeichnungen und Handskizzen
  • Kenntnisse des Glases und anderer Werkstoffe im Glasapparatebau
  • Heißformen des Glases
  • Trennen, Zusammensetzen, Ansetzen und Biegen
  • Auf- und Einblasen
  • Auftreiben und Bördeln
  • Einschmelzen
  • Herstellen von Glasapparaten
  • Umgehen mit Vakuumanlagen
  • Messen und Prüfen von Halb- und Fertigerzeugnissen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • eine ruhige Hand haben
  • räumliches Vorstellungsvermögen besitzen
  • Freude am exakten Arbeiten und Interess für technisches Zeichnen haben
  • mit Geduld und Ausdauer arbeiten.

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Glasapparatebauer/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

Vergütungen für Auszubildende

Ausbildungsjahr ab dem 01.08.2017
1. 643,00 €/Monat
2. 718,00 €/Monat
3. 817,00 €/Monat

 

Urlaubsanspruch

Der Urlaubsanspruch beträgt 24 Arbeitstage bzw. 30. Werktage pro Jahr.

III. Berufsschulen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
. Für diesen Ausbildungsberuf sind z. Z. keine überbetrieblichen Kurse vorgesehen 0

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Glasapparatebauers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Techniken der chemisch und mechanisch abtragenden Oberflächenbehandlung (Schleifen, Gravieren, Polieren, Ätzen)
  • handwerklich-formgebende und gestaltende Tätigkeit
  • sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Glasbearbeitung
  • sorgfältige und genaue Arbeitsweise