Goldschmied/in

Es gibt kaum jemanden, der nicht in den Bann edler Schmuckstücke mit ihrem faszinierenden Glanz gezogen wird. Schmuck wird getragen, um Stil zu zeigen, Individualität zum Ausdruck zu bringen, bewundernde Blicke einzuheimsen und aus vielen anderen Gründen.

In diesem Beruf kann man von Selbstverwirklichung sprechen, denn im wahrsten Sinne des Wortes werden brillante Ideen in die Tat umgesetzt. Dies erfolgt mit Fingerspitzengefühl - vom Entwurf bis zur Fertigung - mit den Grundlagen der Metallbearbeitung, den Kenntnissen über Werkstoffe und mit zeichnerischem Talent.

Jedes Schmuckstück ist Ausdruck von eigener Persönlichkeit, Kreativität und handwerklicher Kunstfertigkeit. So wird etwas Wertbeständiges aus Edelmetall und Edelsteinen geschaffen, das viele modische Trends übersteht, oder es werden Werte durch das Restaurieren, Umarbeiten und Pflegen von Schmuckstücken und sakralen Gegenständen erhalten.

Mit Begabung und Können kann man sich selbstständig und sogar einen "Namen" machen.

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Behandeln von Oberflächen, zum Beispiel Schleifen, Polieren und Bürsten
  • Anfertigen von Scharnierverbindungen, Schnapp- und Leiterverschlüssen
  • Ablauf der chemischen und physikalischen Vorgänge beim Legieren, Schmelzen und Glühen von Metallen
  • Justieren von Fassungen für Steine
  • Aufarbeitung und Reparatur von Schmuckstücken
  • Vorbereitung und Durchführung von Juwelenschmuckguss
  • Verbindung von Kettengliedern durch Einhänge zu Ketten und Bändern
  • Planen von Arbeitsabläufen
  • Anfertigen von Kleinwerkzeugen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. . Die Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber/innen mit Realschulabschluss (37 %) oder (Fach)abitur (41 %) ein.

Bewerber sollten ...

  • über künstlerisches Talent verfügen
  • sorgfältig mit den wertvollen Materialien umgehen
  • Sinn für Farben und Formen haben

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wer genauer wissen will, wie die Ausbildung zum/zur Goldschmied/in abläuft, der findet bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Goldschmiedemeister/in
  • Gestalter/in der Fachrichtung Metall - Schmuck und Gerät, Edelmetall oder Edelstein/Schmuck
  • Techniker/in für Betriebswirtschaft

 

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Produktdesign - Schmuckdesign
  • Design
  • Bildende Kunst

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütung für Auszubildende

  ab dem 01.11.2017
im 1. Ausbildungsjahr 240,00 €
im 2. Ausbildungsjahr 280,00 €
im 3. Ausbildungsjahr 310,00 €
im 4. Ausbildungsjahr 325,00 €

 

Urlaub

über 18 Jahre mind. 24 WT BurLG  
bis 18 Jahre mind. 30 WT JarbSchG zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt
  mind. 27 WT zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt
  mind. 25 WT zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt

 

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erftkreis - Rhein-Sieg-Kreis - Bonn - Rheinisch-Bergischer Kreis

Heinrichstr.51
50676 Köln

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Leverkusen - Oberbergischer Kreis - Rhein-Erft-Kreis - Rheinisch-Bergischer-Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
G-GS Einführung in die Umformtechnik der Gold- und Silberschmiede 2
GS1 Oberflächengestaltung mit dem Stichel 1
GS2 Ausgewählte Gießverfahren 1
GS3 Fassen von edlen Steinen 1
GS4 Edelsteinbestimmung unter Berücksichtigung moderner Prüfmethoden 1

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Köln, Leverkusen, Rhein-Erft-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis

Frankenwerft 35
50667 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

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