Kraftfahrzeugmechatroniker/in

In modernen Fahrzeugen gelangt immer mehr Elektronik und Datenverarbeitung zum Einsatz. Eine Vielzahl von Systemen steuern heute die Fahrzeugfunktionen, wobei mechanische, hydraulische und elektronische Komponenten zusammenwirken.

Als Kraftfahrzeug-mechatroniker/in sind Sie in allen Bereichen der Fahrzeugtechnik zu Hause, sowohl auf dem Gebiet der Kfz-Mechanik als auch dem der Kfz-Elektronik. Sie kennen sich aus mit modernem Motor- und Antriebsmanagement, Fahrzeugsicherheits- und Komfortsystemen, Informations- und Kontrollsystemen sowie Bordnetzen, Beleuchtungs-, Ladestrom- und Startersystemen. Die Elektroantriebs- und Hybridtechnologie ist ein weiterer Aspekt der Ausbildung, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sie sind der Hightech-Profi, der Kraftfahrzeugen aller Art wartet und repariert und so ihre Verkehrssicherheit garantiert. Das Bild vom ölverschmierten Schrauber gehört dabei schon lange der Vergangenheit an. Denn die modernen Werkstätten des Kfz-Gewerbes sind mit feinster Technik ausgestattet.

Aber natürlich ist nach wie vor Handarbeit gefragt. Motoren müssen zwar immer seltener zerlegt, aber Teile ersetzt oder repariert werden. Es gibt also noch beides: schmutzige Finger und saubere Fehlersuche per Computer-Diagnose, beispielsweise bei der Motorelektronik, der elektrischen Getriebesteuerung oder Schadstoffreduzierung. Die klassische Handarbeit findet vor allem im Bereich der Karosserieinstandsetzung Anwendung.

Sie können sich in einem von 5 Schwerpunkten spezialisieren:

  • im Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik haben Sie besonders viel mit ABS, Airbag und Katalysator zu tun.
  • im Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik verbinden sich robuste Mechanik mit Hydraulik und Hightech-Elektronik. Die Mechatronik ist hier mit Systemen wie Spurbindungsassistent, Tempomat oder Bremsomat besonders fortgeschritten.
  • im Schwerpunkt Motorradtechnik wartet von kleinen Mopeds bis zu hochpreisigen Rennmotorrädern alles auf Ihr Können
  • im Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik warten Sie Kraftfahrzeuge, insbesondere solche mit Elektro- oder Hybridantrieb. Sie prüfen die fahrzeugtechnischen Systeme, führen Reparaturen durch und rüsten die Fahrzeuge mit Zusatzeinrichtungen, Sonderausstattungen und Zubehörteilen aus und haben die Bordelektronik im Focus.
  • im Schwerpunkt Karosserietechnik warten und reparieren Sie Fahrzeugkarosserien, Karosseriesysteme wie Schließ- oder Verdeckanlagen und fahrzeugtechnische Systeme.


Egal welcher Schwerpunkt: wo auch immer Fehler und Störungen das Fahrvergnügen stören - Sie finden und beheben sie. Dazu analysieren Sie elektrische, elektronische, mechanische, pneumatische und hydraulische Systeme. Mit der Fehlerdiagnose durch mikroprozessorgesteuerte Mess- und Prüfsysteme ist das auch kein Problem.

Eine intensive Ausbildung vermittelt Ihnen die notwendigen handwerklichen Fähigkeiten und den Umgang mit modernster Technik.

Sie werden fit in Hydraulik, Pneumatik, Elektrik und Elektronik. Und auch der Computer gehört heute ganz selbstverständlich zum Handwerk.

Als Kfz-Mechatroniker/-in müssen Sie jede Menge Vorschriften kennen: Straßenverkehrsrecht, Gesundheitsbestimmungen, Umweltschutz, Arbeitssicherheit sowie die betrieblichen und gesetzlichen Qualitätsvorschriften. Ihre Arbeitsergebnisse bewerten und deine Arbeiten planen, kontrollieren und dokumentieren gehört ebenso zu Ihren Aufgaben wie die Kommunikation mit dem Kunden. Denn der will schließlich genau wissen, was gemacht wurde.

Die rasante technische Entwicklung in der KFZ-Branche erfordert von Ihnen praktisch ununterbrochen ab, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die notwendigen Informationen liefern Ihnen die Hersteller via Internet - oft nur in Englisch.

Einsatzorte gibt es für Spezialisten wie Sie reichlich: nicht nur in Werkstätten, sondern auch bei Herstellern oder Unternehmen mit eigenem Fuhrpark.

Kein Wunder, dass der Beruf des/der Kraftfahrzeugmechatroniker/in zu den beliebtesten Ausbildungsberufen überhaupt gehört. Lehrstellen gibt's hier daher meist nur für die Frühbucher unter den Berufesuchern. Denn die Regel heißt: "Je später das Jahr, desto rarer die Plätze". Ohne Praktikum und gute Noten sind die Chancen ohnehin gering.

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre (42 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
  • Kontrollieren und Bewerten von Arbeitsergebnissen,
  • Qualitätsmanagement,
  • Messen und Prüfen an Systemen,
  • Betriebliche und technische Kommunikation,
  • Kommunikation mit internen und externen Kunden,
  • Bedienen von Fahrzeugen und Systemen,
  • Instandhalten
  • Warten, Prüfen und Einstellen von Fahrzeugen und Systemen
  • Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Bauteilen und Systemen,
  • Bedienen und Inbetriebnehmen von Kraftfahrzeugen und deren Systeme,
  • Warten, Prüfen und Einstellen von Kraftfahrzeugen und Systemen,
  • Diagnostizieren von Fehlern, Störungen und deren Ursachen sowie Beurteilen der Ergebnisse,
  • Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Kraftfahrzeugen, deren Systemen, Baugruppen und Bauteilen,
  • Aus-, Um- und Nachrüsten,
  • Untersuchen von Kraftfahrzeugen nach straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften,
  • Diagnostizieren, Instandhalten, Aus-, Um- und Nachrüsten.

 

Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • technisches Verständnis haben
  • handwerklich geschickt sein
  • gute Noten in Mathe und Physik haben,
  • verantwortungsbewusst arbeiten

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur

abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Industriemeister/in der Fachrichtung Metall
  • Kraftfahrzeugmechanikermeister/in
  • Techniker/in der Fachrichtung Blechverarbeitungstechnik
  • Techniker/in der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik
  • Techniker/in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • Techniker/in für Betriebswirtschaft
  • Technische/r Fachwirt/in - Kraftfahrzeugtechnik

 Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechendern Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

  • Fahrzeugtechnik, Verkehrstechnik
  • Hydraulik, Fluidik, Pneumatik
  • Antriebstechnik

 Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS des Bundesagentur für Arbeit .

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

    Vergütungen für Auszubildende

  nach IGM
(Industrie Gewerkschaft Metall)

nach CGM
(Christliche Gewerkschaft Metall)

 
  ab 01.06.2012 ab 01.01.2016 ab 01.09.2016
       
im 1. Ausbildungsjahr 549 €/Monat 580 €/Monat 595 €/Monat
im 2. Ausbildungsjahr 578 €/Monat 625 €/Monat 645 €/Monat
im 3. Ausbildungsjahr 638€/Monat 700 €/Monat 725 €/Monat
im 4. Ausbildungsjahr 698 €/Monat 770 €/Monat 795 €/Monat
 

Urlaubsanspruch

30 Arbeitstage Jahresurlaub  nach IGM und CGM

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: - Oberbergischer Kreis (nur die Orte: Wiehl, Waldbröl, Reichshof, Nümbrecht, Morsbach, Gummersbach, Bergneustadt)

Ernst-Zimmermann-Str.26
51645 Gummersbach-Dieringhausen

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erft-Kreis

Ina-Seidel-Str.11
50169 Kerpen

Für den Kreis / die Kreise: -Oberbergischer Kreis (nur die Orte: Marienheide, Lindlar, Engelskirchen, Wipperfürth)

Ringstr.42
51688 Wipperfürth

Für den Kreis / die Kreise: - Oberbergischer Kreis (nur die Orte: Radevormwald, Hückeswagen) - Rheinisch-Bergischer-Kreis (nur die Orte: Wermelskirchen, Burscheid, Leichligen)

Kattwinkelstr. 2
42929 Wermelskirchen

Für den Kreis / die Kreise: - Köln

Eitorfer Str. 16
50679 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen

Bismarckstr. 207-209
51373 Leverkusen
0214-373310/373510
0214-373311

Für den Kreis / die Kreise: - Rheinisch-Bergischer Kreis (nur die Orte: Bergisch Gladbach, Overath, Rösrath, Kürten, Odenthal)

Bensberger Str. 134-146
51469 Bergisch Gladbach
02202-25010
02202-250116

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Sieg-Kreis (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe)

Kerschensteinerstr. 4
53844 Troisdorf

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe)

Herseler Str. 1-5
53117 Bonn

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln

Frankfurter Str.200
51065 Köln

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Str.2
50226 Frechen
Gerresheimer Landstr.119
40627 Düsseldorf

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
G-K1/05 Grundlagen der Werkstoffbearbeitung 1 1
G-K2/05 Grundlagen der Fahrzeuginstandsetzungstechnik 1 1
G-K3/05 Messtechnische Grundlagen der Fahrzeugelektrik/-elektronik, Pneumatik und Hydraulik 2 1
K1/97 Grundlagen der elektrischen und elektronischen Fahrzeugsysteme (Messtechnik II) 1 2
K2/97 Motor-Management-Systeme 2 2
K3/97 Fahrwerks- und Bremsentechnik 1 2
K4/05 Fahrzeugsystemtechnik (CAN-Bus) 1 3
K5/97 Diagnose an Motormanagement-, Fahrwerk-, Komfort- und Sicherheitselektronik-Systemen 1

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn, Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 St. Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Köln - Rhein-Erft-Kreis

Hugo-Eckener-Str. 16
50829 Köln

VI. Prüfungsausschüsse

Gestreckte Prüfung mit Teil 1 und Teil 2 der Abschluss-/Gesellenprüfung

Teil 1 der Abschluss-/Gesellenprüfung findet während der Ausbildung statt; Teil 2 stets am Ende der Ausbildung.

Inhalt, Zeitraum und Gewichtung der Prüfungsteile 1 und 2 sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: - Rhein-Erft-Kreis

Kölner Str.2
50226 Frechen

Für den Kreis / die Kreise: - Leverkusen - Rheinisch-Bergischer Kreis - Oberbergischer Kreis

Altenberger-Dom-Str. 200
51467 Bergisch Gladbach

Für den Kreis / die Kreise: - Bonn - Rhein-Sieg-Kreis

Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Für den Kreis / die Kreise: - Köln

Hugo-Eckener-Straße 16
50829 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Kraftfahrzeufmechatronikers/in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • Warten und reparieren von Baugruppen, Aggregaten und Systemen der Fahrzeugtechnik
  • Ausrüsten von Fahrzeugen mit Zusatzeinrichtungen
  • Umfassendes Wissen über Aufbau und Funktionsweise von Fahrzeugen