Medientechnologe/in Siebdruck

Wer mit dem Siebdruckverfahren arbeitet, kann sich auf Abwechslung gefasst machen, denn es werden flippige, aber auch anspruchsvolle Motive, auf alle möglichen Materialien wie z. B. T-Shirts, Lederhandtaschen, Gläser jeder Art, Porzellangeschirr, Verpackungen aus Karton, Metallschildern gedruckt.

 

Die Möglichkeiten des Siebdruckes werden sogar in der Elektronik für die Herstellung von Substraten über Leiterplatten-Layouts genutzt.

 

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen die Reprofotografie, das Herstellen von Druckvorlagen, Druckformen und fotomechanischen Siebdruckschablonenbeherrscht werden und man muss wissen, welche Farbzusammensetzung für die verschiedenen Materialien am besten geeignet ist.

 

Ein Beruf, der durch interessante Aufgaben und künstlerisch ansprechende Tätigkeiten voll und ganz ausfüllt.

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

- Planung von Produktionsabläufen
- Umgang mit Daten für die Siebdruckformherstellung
- Erstellung von Siebdruckformen
- Auswahl von Siebdruckfarben und Bedruckstoffen
- Einrichtung von Siebdruckmaschinen, Optimierung des Druckprozesses
- Anwendung material- und produktspezifischer
Druckweiterverarbeitungstechniken

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

- gut rechnen und zeichnen können,
- gut sehen können, vor allem Farbunterschiede,
- sich für Fotografie und Elektrotechnik interessieren,
- Sinn für Farben und Formen haben

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Siebdrucker/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
- Siebdruckermeister/-in
- Betriebswirt/-in - Handwerks


Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.


Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

 

Vergütungen für Auszubildende

Ausbildungsjahr  
1. 930,00 €/Monat
2. 981,00 €/Monat
3. 1032,00 €/Monat

 

Urlaubsanspruch

Der Urlaubsanspruch beträgt 30 Arbeitstage pro Jahr.

III. Berufsschulen

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Unter Sachsenhausen 10
50667 Köln

Ähnliche Berufe

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Siebdruckers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

 

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • einfache fotografische Arbeiten
  • Kenntnisse in der Druckvorlagen- und Druckformherstellung
  • Anwenden des Siebdruckverfahrens
  • Kenntnisse über digitale Drucksysteme
  • Grundkenntnisse der verschiedenen
  • Druckverarbeitungstechniken (Schneiden und Falzen)