Oberflächenbeschichter/in

Metallteile lassen dem Rostteufel kaum Chancen, wenn sie veredelt sind. Auch die Widerstandsfähigkeit bei harter Beanspruchung wächst. Das ist zum Beispiel bei Karosserieteilen oder anderen metallischen Gegenständen, die für lange Zeit funktionstüchtig bleiben müssen, vorteilhaft. Bei längerer Haltbarkeit der Teile können Rohstoffe sparsamer eingesetzt werden.

Technische und auch dekorative Gegenstände, beispielsweise Leiterplatten, Felgen, Uhren, Kunststoffe, Brillengestelle und Schmuck, erhalten durch das Galvanisieren eine schützende, attraktive "Haut" aus Gold, Silber, Nickel, Chrom oder einem anderen geeigneten Metall.

Die Legierung richtet sich nach dem Verwendungszweck des jeweiligen Werkstücks. Wenn es um Oberflächen geht, ist die Gründlichkeit angesagt wie z. B. Schleifen, Polieren oder Bürsten bei der Vor- und Nachbehandlung. Auch physikalische, chemische und mathematische Grundkenntnisse gehören zusammen mit handwerklichem Geschick zur Oberflächenveredelung dazu. Nicht zu vergessen: Um die Umwelt nicht zu belasten, muss man auch spezielle Abwasseranlagen überwachen können.

Ausbildungsordnung

Ausbildungssteckbrief

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Grundlagen der Metallbearbeitung
  • Galvanisieren in Bädern und Trommelapparaten
  • Metallfärben und Hartverchromen
  • Chemikalien prüfen
  • Elektrolyte ansetzen
  • Wartung und Pflege von Werkzeugen

 

Schulische Voraussetzungen:

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...

  • an physikalischen und chemischen Vorgängen interessiert sein
  • Ausdauer haben, auch wenn es mal schwierig wird
  • gesundheitlich stabil sein
  • handwerkliches Geschick zeigen
  • gerne im Team arbeiten

 

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/in (vormals Galvaniseur- und Metallschleifer/in) abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen unter anderem folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Galvaniseur und Metallschleifermeister/in
  • Betriebswirt/in - Handwerk

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Daten + Fakten

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende

  ab 01.04.16  
im 1. Ausbildungsjahr 730 €/Monat  
im 2. Ausbildungsjahr 760 €/Monat  
im 3. Ausbildungsjahr 810 €/Monat  
 

Urlaubsanspruch

30 Arbeitstage Jahresurlaub

 

III. Berufsschulen

Für den Kreis / die Kreise: Köln, Leverkusen, Oberbergischer Kreis, Rhein-Erftkreis, Rhein-Sieg-Kreis, Bonn, Rheinisch-Bergischer Kreis. Der Berufsschulunterricht findet in zwei Blöcken pro Jahr statt.

Oligschlägerweg 9
42655 Solingen
0212-2902422/23
0212-2902421

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die in diesem Beruf ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit unter http://berufenet.arbeitsagentur.de.

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Kurs Thema Dauer [Wochen] Ausbildungsjahr
. Für diesen Ausbildungsberuf sind z.Zt. keine überbetrieblichen Kurse vorgesehen 0

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischen- und Abschlussprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchgeführt, welche der Lernstandsfeststellung dient.

Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat jedoch keinen Einfluss auf die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses und das Ergebnis der Abschluss-/Gesellenprüfung. Die absolvierte Zwischenprüfung ist aber Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung.

Inhalt und Zeitraum von Zwischen- und Abschlussprüfung sind in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

Für den Kreis / die Kreise: Köln, Leverkusen, Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Bonn, Rheinisch-Bergischer Kreis

Emil-Beerli-Str. 10
40822 Mettmann

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Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier einige Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Oberflächenbeschichters/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Zur Zeit keine passende Alternative.